Bisherige Hilfeleistungen der Soka Gakkai für die Opfer der Erdbebenkatastrophe

Tokio, 28. März 2011- Sofort nachdem das Erdbeben und der Tsunami am 11. März 2011 die Region Tohoku verwüstet hatten, bildete die buddhistische Laienorganisation Soka Gakkai an ihrem Hauptsitz in Tokio und in den betroffenen Gebieten zahlreiche Einsatzgruppen. Die Soka Gakkai verfügt über ein weites Graswurzel-Netzwerk und viele Gemeindehäuser in Japan.

Bisherige Hilfeleistungen der Soka Gakkai für die Opfer der Erdbebenkatastrophe

Relief materials being distributed at the Soka Gakkai Ishinomaki Culture Center (March 15)

Etwa 4.500 Menschen erhielten unmittelbar nach dem Beben Unterkunft im Tohoku Kulturzentrum der Soka Gakkai in der Stadt Sendai sowie in 40 anderen örtlichen Zentren der Region. Auch in den Präfekturen Ibaraki und Chiba wurden Betroffene untergebracht. Am 27. März waren es noch etwa 200 Personen, die dort versorgt wurden.

Die Soka Gakkai Gemeindezentren in den am schlimmsten betroffenen Küstenstädten wie Ishinomaki, Kamaishi, Tagajo und Kesennuma dienten, obwohl sie teilweise überflutet waren, vielen Menschen als sichere Rettung vor dem Tsunami. Die freiwilligen Helfer vor Ort waren unter den ersten, die für die Wiederherstellung der Verbindungen mit einigen abgeschnittenen Gemeinden sorgten und ihnen mit PKWs Hilfsgüter brachten.

Hunderte von Freiwilligen halfen ununterbrochen bei der Suche nach Vermissten und um die Überlebenden zu unterstützen. Masatoshi Suzuki, ein Verantwortlicher aus der örtlichen Jugendabteilung, fiel in Ohnmacht, als sein Haus in Iwaki City von der Gewalt des Tsunami 500 m weit weggetrieben wurde. Nachdem er wieder zu sich gekommen war und die Verschütteten bemerkte, machte er sich sofort daran, sie zu befreien und leitet bis heute verschiedene Hilfsaktionen. „Seit dem Beben ist mir wirklich klar geworden, wie wichtig die Haltung „niemals aufzugeben“ ist, die ich durch den Buddhismus kennengelernt habe“, meint er.

Mitglieder aus den nahegelegenen Präfekturen Yamagata, Niigata, Aomori und Akita sowie Hokkaido sandten regelmäßig Lastwagen mit Hilfsgütern wie Generatoren, Benzin, Nahrung und Medikamente. Die erste Lieferung traf bereits am 12. März um 2 Uhr nachts ein.
Die Hilfstrupps der Soka Gakkai koordinierten ihre Einsätze eng mit den örtlichen Behörden und den Einrichtungen der Gemeinden. Der Parkplatz des Tohoku-Kultur-Zentrums in Sendai City wurde zum Standort für 25 Feuerlöschzüge der örtlichen Feuerwachen. Sie waren ständig im Einsatz, um die Feuer zu löschen, die in den Tagen nach dem Beben ausbrachen.

Bis einschließlich 27. März entsprachen die Leistungen der Soka Gakkai in der Unterstützung örtlicher Hilfsmaßnahmen einem Wert von etwa 100 Millionen Yen (ca. 870.000 Euro). Es handelte sich um etwa 22.000 Kleidungsstücke wie Winterjacken, Pullover und Hemden; 4.000 Decken und Futons; 42.000 Toilettenartikel, Babywindeln und Milchpulver; 77.000 „kairo“- Wärmepflaster und 60.000 tragbare Toiletten; 38.000 medizinische Hilfsmittel wie Atemmasken, Medikamente gegen Erkältungen und Verbandstoffe; 280.000 Nahrungsmittel und Getränke, wie Reisbällchen, Konserven und Snacks; 20.000 Elektroartikel wie Radios, Ladegeräte, Wasserkessel, tragbare Öfen und Campingkocher, Taschenlampen, Batterien und Generatoren und annähernd 8.250 Liter Benzin.
Am Tag nach dem Beben reisten viele junge Verantwortliche, Ärzte und Krankenschwestern – allesamt aus der Soka Gakkai Abteilung der in medizinischen Berufen tätigen Mitglieder – in die betroffenen Gebiete, um sich an den örtlichen Hilfsmaßnahmen zu beteiligen. Der Präsident der Soka Gakkai, Minoru Harada besuchte Sendai am 17. März, um sich vor Ort ein Bild von den Bedürfnissen der Evakuierten zu verschaffen. Der Ehrenpräsident Daisaku Ikeda sandte zahlreiche Botschaften zur Ermutigung, in denen er den unbeugsamen Geist der Menschen von Tohoku, sowie deren Hilfsbereitschaft für andere von der Tragödie betroffene Menschen lobte.

Der Direktor des International Office for Public Information der Soka Gakkai, Hirotsugu Terasaki erklärte: „Wir werden unsere Hilfsmaßnahmen so lange wie nötig fortsetzen. Wir sind auf lange Sicht hier, wie viele andere auch. Wir vertrauen fest auf das buddhistische Prinzip „Gift in Medizin verwandeln“ – dass es nämlich möglich ist, selbst aus den allerschlimmsten Umständen, etwas Wertvolles zu schaffen. Hoffnung gehört jetzt zu den wertvollsten und notwendigsten Dingen überhaupt.“

Auch die Mitglieder der Soka Gakkai International (SGI) haben sich weltweit an Spendenaktionen zur Unterstützung der Hilfsmaßnahmen in Japan beteiligt. So spendeten die Mitglieder in Malaysia 346.700 US Dollar (ca. 248.000 Euro) an die Malaysian Red Crescent Society für die Hilfsaktionen des japanischen Roten Kreuzes, die Soka Organisation von Taiwan überwies 126.400 US Dollar (ca. 90.000 Euro) für die Hilfsaktionen der japanischen Regierung. Die Soka Gakkai Singapur spendete 160.000 US Dollar (ca. 115.000 Euro) an die humanitäre NGO Mercy Relief. Die SGI-USA übergab 50.000 US Dollar (ca. 36.000 Euro) an AmeriCares und die SGI Thailand 50.000 US Dollar an die japanische Botschaft. SGI-Organisationen in Hong Kong, Macao, Canada und den Philippinen haben auch an Katastrophenhilfsorganisationen gespendet, einschließlich dem Roten Kreuz. Die SGI Indien und Brasilien sind auch dabei, Spenden zu sammeln.

Die Soka Gakkai ist eine buddhistische Laienorganisation mit etwa 8 Millionen Mitgliedsfamilien in Japan. Sie fördert Frieden, Kultur und Erziehung. Sie hat eine langjährige Erfahrung in humanitären Hilfsaktionen nach Erdbeben und anderen Naturkatastrophen.
Weitere Informationen und regelmäßige Aktualisierungen hinsichtlich der Hilfs-Aktivitäten der Soka Gakkai unter www.sgi.org/news/h-relief.html

 

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Quelle: Soka Gakkai International

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