Seminar zum Thema Frauen, Frieden und Sicherheit stellt den friedensstiftenden Beitrag von Frauen heraus

Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) veranstaltete am 8. September 2010 ein Seminar mit dem Titel "Women Making Peace: Where Are We Now? Maximizing the Impact of UN Security Council Resolution 1325, 10 Years On" (Friedensstiftende Frauen: Wo stehen wir? Zehn Jahre maximaler Umsetzung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats).

In dem Seminar wurden die Fortschritte der Umsetzung dieser bahnbrechenden Resolution, die für eine größere Anerkennung und Unterstützung der Rolle von Frauen zur Verhinderung und Beilegung von Konflikten aufruft, weltweit untersucht.

Das Seminar, das gemeinsam von der GAPW (Global Action to Prevent War), SGI (Soka Gakkai International) und der NGOWG (NGO Working Group on Women, Peace and Security) veranstaltet wurde, umfasste eine Expertenrunde, ein öffentliches Forum und eine Buchvorstellung.

Die Teilnehmer würdigten einerseits die Leistungen von Frauen in Afrika bis hin zum Nahen Osten in den konkreten Situationen an der Basis. Andererseits fanden sie es völlig unannehmbar, dass in den zehn Jahren seit Verabschiedung der Resolution nur 19 Mitgliedsstaaten nationale Aktionspläne zur Umsetzung der Resolution eingereicht haben. Es wurde einhellig für notwendig erklärt, eine stärkere Rechenschaftspflicht und klare Indikatoren für den Fortschritt einzuführen.

In ihrer Botschaft erinnerte Dr. Noeleen Heyzer, Exekutivsekretärin der UNESCAP und ehemalige Exekutivdirektorin der UNIFEM, die Teilnehmer daran, dass die Resolution die Möglichkeit eröffne, genau diejenigen besser zu schützen, die am meisten gefährdet, am wenigsten zu sehen sind und letztlich das größte Interesse am Frieden haben.

Kayo Maeta, Vorsitzende des Soka Gakkai Friedenskomitee der Frauen (Soka Gakkai Women's Peace Committee), erläuterte die Gründe, warum die SGI das Seminar unterstützt: „In unserem Bemühen, den grundlegenden Geist der UN-Resolution 1325 umzusetzen und eine Kultur des Friedens zu schaffen, die es Frauen ermöglicht, ihr Potenzial in allen Bereichen der Gesellschaft voll auszuschöpfen, engagieren wir uns als zivilgesellschaftliche Organisation auf Gemeindeebene für die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins."

Dr. Jasmin N. Galace, stellvertretende Leiterin des Zentrums für Friedenserziehung am Miriam College auf den Philippinen, berichtete, wie der Prozess der Entwicklung und Aufstellung des nationalen Aktionsplans Frauengruppen und staatliche Stellen zusammenbrachte und Frauen neue Möglichkeiten eröffnete.

Die internationale Menschenrechtsanwältin Mikiko Otani ergänzte, die Resolution 1325 sei nicht nur für direkt von Konflikten betroffene Länder relevant. Die Stärkung der Eigenverantwortung von Frauen sei in jedem Land von entscheidender Bedeutung und Frieden sei nur möglich, wenn Männer und Frauen gleichberechtigt seien.

In der Botschaft von Daisaku Ikeda, Präsident der SGI, wurde dieses Thema wieder aufgenommen: „Die der Resolution zugrundeliegende Botschaft lautet, dass ... bisher nicht ausreichend beachtete Standpunkte und Äußerungen von Frauen bei den Entscheidungsprozessen in der gesamten Gesellschaft beherzigt und berücksichtigt werden müssen."

Sarah Taylor, stellvertretende Koordinatorin der NGO-Arbeitsgruppe, betonte, die ganz speziellen Erfahrungen von Frauen müssten in jede Debatte über Frieden und Sicherheit Eingang finden. Die Teilnehmer stimmten überein, dass das Ziel letztlich der Aufbau einer Friedenskultur sei, in der Frauen und Männer die gleiche Möglichkeit haben, sich auszudrücken, und dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Missbrauch anzugehen und Auseinandersetzungen, wo auch immer sie auftauchen, im Keime beizulegen.

Im Weiteren stellten die beiden Koautorinnen Kavitha Suthanthiraraj und Cristina Ayo ihr Buch mit dem Titel „Promoting Women's Participation in Conflict & Post-Conflict Societies: How women worldwide are making & building peace" (Förderung der Beteiligung von Frauen in Gesellschaften während und nach Konflikten: Wie Frauen weltweit Frieden schließen und schaffen) vor, in dem sie die Beiträge von Frauen zu Friedensverhandlungen, die politische Partizipation und die Reform des Sicherheitssektors in den Mittelpunkt stellen. Das von der GAPW, der NGOWG und der Women's International League for Peace and Freedom herausgegebene Buch kann über coordinator@globalactionpw.org bestellt werden.

 

Pressekontakt:
Kimiko Brummer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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