26. Januar - Tag der SGI

Heute vor 40 Jahren - am 26. Januar 1975 - wurde die Soka Gakkai International (SGI) auf der ersten Weltfriedenskonferenz auf der Insel Guam gegründet.

Während des Zweiten Weltkriegs war die Insel Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen amerikanischen und japanischen Streitkräften, bei denen unzählige Zivilisten getötet wurden.

Die SGI wurde als Dachorganisation für die wachsende Mitgliedschaft der Nichiren Buddhisten auf der ganzen Welt und als ein Netzwerk von Einzelpersonen gegründet, die sich für die Förderung des Verständnisses zwischen den verschiedenen Kulturen und zur Verwirklichung von Frieden einsetzen. Es war die Vision des damaligen Soka Gakkai-Präsidenten Daisaku Ikeda, Guam zum symbolischen Ausgangspunkt für diese Bewegung zu machen.

158 Vertreter aus 51 Ländern und Territorien nahmen an der Gründungssitzung am 26. Januar teil, der seitdem jedes Jahr als „Tag der SGI“ gefeiert wird. Auf Wunsch der Teilnehmer übernahm Daisaku Ikeda das Amt des Präsidenten der neu gegründeten Soka Gakkai International (SGI).

Bei dieser Gelegenheit betonte Ikeda in seiner Rede, dass der Buddhismus in der Philosophie der Achtung der Würde des Lebens begründet ist und erklärte, dass er sein Leben der Förderung eines dauerhaften Friedens widmen werde.

Es gibt jetzt SGI-Mitglieder in 192 Ländern und Territorien mit 90 unabhängigen lokalen Organisationen und rund 1,8 Millionen Mitgliedern außerhalb Japans. Jede lokale Organisation entwickelt ihre Aktivitäten in Übereinstimmung mit der Kultur und den Eigenschaften des jeweiligen Landes. Sie basieren auf dem Verständnis, dass individuelles Glück und Frieden und die Entwicklung der gesamten Menschheit zusammenhängen.

Die 1995 verabschiedete SGI-Charta stellt klar, dass es die Aufgabe der SGI ist, auf aktuelle Probleme in der Welt basierend auf der Philosophie des Buddhismus zu antworten:

„Wir, die konstituierenden Gemeinschaften und Mitglieder der Soka Gakkai International (SGI), verfolgen das Ziel, einen Beitrag zu leisten für Frieden, Kultur und Erziehung auf der Grundlage der Philosophie des Buddhismus Nichirens.
(…)
Wir glauben, dass der Buddhismus Nichirens, eine humanistische Philosophie allumfassenden Mitgefühls und tiefen Respekts vor der Unverletzbarkeit des Lebens, jeden Menschen befähigt, die ihm innewohnende Weisheit hervorzubringen, um die Schwierigkeiten und Krisen, denen sich die Menschheit stellen muss, zu überwinden und eine Gesellschaft friedlicher Koexistenz zu verwirklichen.“

In Bezug auf die Gründungsversammlung auf Guam erklärt Ikeda: „Seit diesem ersten Treffen haben die Mitglieder der SGI konsequent die Überzeugung aufrecht erhalten, dass der Dialog den sicheren Weg zum Frieden darstellt.“ In diesem Sinne verfasst Ikeda seit 1983 jedes Jahr am 26. Januar anlässlich des Tags der SGI Friedensvorschläge, in denen er die Zusammenhänge zwischen Kernprinzipien des Buddhismus und den vielfältigen Herausforderungen der globalen Gesellschaft erforscht - auf der Suche danach, Frieden und menschliche Sicherheit zu realisieren.

 

 

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