28. April - Gründung des Nichiren Buddhismus

Der 28. April markiert den Jahrestag der Gründung des Nichiren Buddhismus am 28. April 1253.

Am 28. April 1253 chantete der japanische Mönch Nichiren zum ersten Mal „Nam-Myoho-Renge-Kyo“ (wörtlich übersetzt: „Ich widme mich dem mystischen Gesetz des Lotos-Sutra“), am Seicho-ji Tempel in der heutigen Präfektur Chiba in Japan, wo er als Jugendlicher mit dem Studium des Buddhismus begonnen hatte.

Er war zu dieser Zeit 32 Jahre alt und durch umfangreiche Untersuchungen der buddhistischen Sutras war für ihn klar geworden, dass das Lotos-Sutra das „Fahrzeug“ ist, das alle Menschen dazu führen würde, direkt die Erleuchtung oder Buddhaschaft in diesem gegenwärtigen Leben zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt änderte er seinen Namen in Nichren, was „Sonnenlotos“ bedeutet und darauf hinweist, dass er die Erleuchtung durch seine eigenen Anstrengungen erlangte.

SGI-Präsident Daisaku Ikeda: „Nam-Myoho-Renge-Kyo ist der Klang, der die Buddha-Natur der Menschheit erweckt. Es ist eine großartige Lehre der höchsten Hoffnung. (...)
Nichiren verkündete seine Lehre zum ersten Mal um die Mittagszeit in der Unterkunft seines Lehrers Dozen-bo im Seicho-ji Tempel. Aufgrund seiner großen Dankbarkeit gegenüber Dozen-bo wünschte er sich, seine tiefe Einsicht mit ihm zu teilen und beschloss deshalb, seine Lehre zuerst an dem Ort darzulegen, wo er den Buddhismus als Jugendlicher studiert hatte. In diesem entscheidenden Augenblick änderte er seinen Namen von Zesho-bo Rencho, den er bei seiner Priesterweihe erhalten hatte, zu Nichiren, geschrieben mit den chinesischen Schriftzeichen für „Sonne“ und „Lotos“. Die Sonne beleuchtet die Welt und die Lotosblume bringt wunderschöne Blüten durch das schlammige Wasser hervor, in dem sie unbefleckt wächst.“

Nichiren wusste, dass er damit auf Widerstand stoßen würde, da es zur damaligen Zeit in Kamakura eine starke Verbundenheit mit der buddhistischen Richtung des Nembutsu gab. Diese ermutigte die Menschen daran zu glauben, dass sie nach dem Tod in einem „reinen“ Land wiedergeboren werden könnten. Indem Nichiren darlegte, dass die Praxis des Lotos-Sutra den Menschen ermöglicht, die Buddha-Natur in diesem Leben zu manifestieren, forderte er die in der damaligen Zeit weit verbreitete Denkweise heraus, dass gewöhnliche Menschen machtlos waren, eine Veränderung in ihrem Leben zu erreichen und noch in diesem Leben glücklich zu werden.

Er beschreibt: „Zuerst, als ich alleine das Daimoku rezitierte, starrten mich jene, die mich sahen, trafen oder hörten, mit zornigen Augen an, verzogen ihre Münder, ballten ihre Fäuste und knirschten mit den Zähnen“ (Brief an Nakaoki Nyudo). Vom ersten Tag an, an dem Nichiren seine Lehre verkündete, wurde er wiederholt bedroht und angegriffen und riskierte sein Leben in dem Bemühen, den Menschen dabei zu helfen, die wahre Botschaft des Buddhismus zu entdecken: dass jeder Mensch ein grenzenloses Potenzial in seinem Leben besitzt.

Obwohl er zweimal verbannt und mehrfach fast getötet wurde, lebte Nichiren bis zum Alter von 61 Jahren und verstarb friedlich. Die Übermittlung seiner Lehren und die Erfüllung seiner Friedensvision, die auf der Achtung vor der Heiligkeit des Lebens basiert, war stets die leitende Inspiration für die ersten drei Präsidenten der Soka Gakkai und ist die zentrale Säule der Aktivitäten der SGI-Mitglieder auf der ganzen Welt.

 

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