Vortrag von Carla Koppell über „Frauen und internationale Friedensverhandlungen”, Washington, USA

Am 3. März 2010 sprach Carla Koppell im Kulturzentrum der SGI-USA in Washington DC über das Thema „Frauen und internationale Friedensverhandlungen”.

Frau Koppell ist Direktorin des Institute for Inclusive Security des Hunt Alternatives Funds, das sich für die Aufnahme von Frauen in die weltweiten Friedensbemühungen einsetzt. In Anerkennung der Wertschätzung und Unterstützung von Frauen, für die sich die Soka Gakkai seit jeher einsetzt, bemerkte Frau Koppell, dass sie selten einen Vortrag für eine Organisation gehalten habe, deren Gründer sich so sehr für die Einbeziehung von Frauen eingesetzt hätten. Frau Koppell berichtete, dass sie selbst ihre Arbeit als Technokratin begann und nicht von Anfang an voller Überzeugung an die bedeutenden Auswirkungen glaubte, die Frauen im Friedensprozess haben können. Ihre Überzeugung erlangte sie durch die Beobachtung internationaler Sicherheitspolitik. Sie bemerkte dabei zunächst etwas, das sie als einen fundamentalen Fehler in den Friedensverhandlungen empfand: dass Frauen darin oft nicht inbegriffen seien. Dies werde unter anderem daran deutlich, dass weniger als fünf Prozent der Unterzeichner von Friedensabkommen weiblich sind. 


Frau Koppell betonte in ihrem Vortrag, dass Frauen, die an Friedensverhandlungen beteiligt sind, dazu neigen, ihre Prioritäten zu verschieben: von der vorübergehenden Einstellung der Gewalt hin zum Aufbau stabiler, friedlicher Gemeinschaften mit dem Fokus auf Bildung, als Mittel zum Fortschritt. Frau Koppell gab mehrere hilfreiche Tipps zur Förderung der Einbeziehung von Frauen in den Aufbau einer Kultur des Friedens, einschließlich der Sensibilisierung von Organisationen und Menschen, sich für Frieden einzusetzen und sich im Eins-zu-eins-Dialog zu engagieren. 


Im Rahmen dieser Vortragsreihe, die seit 2007 von der SGI-USA organisiert wird, sprechen regelmäßig Referenten, die ihren Schwerpunkt auf einen oder mehrere der acht Handlungsfelder der Erklärung und des Aktionsprogramms über eine Kultur des Friedens der Vereinten Nationen legen. Sie zielt auf die Förderung einer Kultur ab, die Gewalt ablehnt und dazu ermutigt, den Dialog zur Behebung der tieferen Ursachen von Konflikten zu nutzen. Derzeit wird die Vortragsreihe in Santa Monica, New York, Chicago, Honolulu und Washington DC veranstaltet. 


[Aus einem Artikel der World-Tribune vom 9. April 2010, SGI-USA; Foto von Philip Rosenberg]


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