Connecticut, USA: SGI-Mitglieder halten Gedenkveranstaltung für die Opfer des Amoklaufs ab

Am 16. Dezember, zwei Tage nach der Schießerei an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown, versammelten sich rund 60 Mitglieder SGI-USA aus dem Bundesstaat Connecticut in dem dortigen SGI-Zentrum, um für die 20 Kinder und sechs Lehrer, die ihr Leben bei dem Amoklauf verloren hatten, zu beten.

Das Gedenktreffen beinhaltete einen Moment der Stille, in denen die Namen der 26 Opfer sowie Auszüge aus Nichirens Schrift „Das Erbe des wichtigsten Lebensgesetzes“ im Zusammenhang mit der buddhistischen Sicht der Ewigkeit des Lebens gelesen wurden. Von diesem Standpunkt aus reflektierten die Teilnehmer, wie sie am besten auf die Tragödie reagieren könnten. Die jugendlichen Mitglieder der SGI, die früh im Zentrum angekommen waren, um die Veranstaltung vorzubereiten, bereiteten den Teilnehmern bei ihrer Ankunft einen warmherzigen Empfang. Sie waren fest entschlossen, ihnen Hoffnung zu vermitteln und sie dazu zu inspirieren, das Gift der Gewalt in Medizin zu verwandeln.

SGI-Präsident Ikeda schickte folgende Nachricht, die während der Versammlung vorgelesen wurde:  „Ich chante Nam-Myoho-Renge-Kyo für die kostbaren Kinder und all jene, die auf tragische Weise ihr Leben verloren haben. Bitte richten Sie allen Mitgliedern der SGI-USA aus, dass Newtown in meinem Herzen und meinen Gebeten ist.“

SGI-USA Generaldirektor Danny Nagashima schickte auch eine Nachricht als Antwort auf die Tragödie. Sie wurde in der World Tribune (Zeitung der SGI-USA) abgedruckt. Darin stellt er fest: „Im Interesse des Wohls der Menschen, für eine bessere Gesellschaft und für die Verwirklichung des Weltfriedens, müssen wir unsere Kultur der Gewalt in eine Kultur des Friedens verwandeln - beginnend bei uns selbst.“

1999 entwickelten die Jugendlichen der SGI-USA als Reaktion auf den Amoklauf an der Columbine High School in Colorado, bei der 12 Schüler und ein Lehrer getötet wurden, die Kampagne Victory Over Violence (VOV). Diese Initiative betont die höchste Würde des Lebens, einen Grundsatz des Lotus Sutra, auf dem die Praxis des Nichiren Buddhismus beruht. Sie zielt darauf ab junge Menschen zu inspirieren, die Ursachen der Gewalt in ihrem täglichen Leben zu identifizieren und ihnen entgegen zu wirken.

In den zehn Jahren, seitdem die Kampagne ins Leben gerufen wurde, haben mehr als eine Million Menschen das Victory Over Violence-Versprechen unterzeichnet. Eine entsprechende Ausstellung wurde an Schulen und in Städten auf der ganzen Welt gezeigt.

 

(Nach einem Artikel der World Tribune vom 11. Januar 2013; Foto: CC Voice of America)

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