Dr. Jeffrey Sachs spricht im SGI-USA Kulturzentrum in New York über "Ökonomie des Glücks"

New York, 15. März 2012. Dr. Jeffrey Sachs, renommierter Ökonom und Direktor des "Earth Institute" der Columbia Universität, hielt vor mehr als 350 Zuhörern im SGI-USA Kulturzentrum in New York seinen zweiten Vortrag im Rahmen der SGI-Vortragsreihe "Kultur des Friedens".

In seinem Vortrag mit dem Titel "A mindful Economy" beleuchtete Dr. Sachs, der auch als spezieller Berater des UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon tätig ist, Amerikas wirtschaftliche und politische Wendepunkte zwischen den späten 1920er Jahren und der Gegenwart sowie die Verschiebung bürgerlicher Werte in der Nation. Dr. Sachs führte außerdem in sein neuestes Buch "The Price of Civilization: Reawakening American Virtue and Prosperity" ein, worin er die Quelle des menschlichen Glücks auf Grund  von Studien untersucht, die besagen, dass Amerikaner trotz des Anstiegs des Brutto-Sozialprodukts nicht glücklicher als vor 50 Jahren sind.

In seinem Buch ruft Dr. Sachs zu einer "bewussten Gesellschaft" in acht Bereichen auf: 1) persönliche Mäßigung zum Ausstieg aus dem Massenkonsum, 2) Balance von Arbeit und Freizeit, 3) Förderung von Bildung, 4) Ausübung von Mitgefühl und Zusammenarbeit, 5) Erhaltung der Ökosysteme der Welt, 6) Verantwortungsgefühl für die Zukunft, 7) Kultivierung von öffentlicher Beratung und gemeinsamer Werte für kollektives Handeln durch politische Institutionen, 8) Akzeptanz von Vielfalt als Weg zum Frieden.

Während eines Austauschs mit jugendlichen Mitgliedern der SGI-USA betonte Dr. Sachs, dass in einer Zeit, die von tiefem Zynismus und einem Mangel an moralischer Ernsthaftigkeit geprägt sei, die Menschen sich auf der ganzen Welt auf der Basis gemeinsamer Werte und Ziele vereinen müssen. Er führte hierbei das Beispiel der Millenniumsziele der Vereinten Nationen an und sprach über die Umsetzung der UN-Resolution 65/309, die das Streben nach Glück als fundamentales Menschenrecht anerkennt.

Dr. Sachs erläuterte außerdem seine Auffassung, dass Amerika durch die Beachtung traditioneller buddhistischer Werte und Weltanschauungen seine Stellung in der Welt als positive wirtschaftliche und moralische Kraft für das Gute wiederherstellen könne. In Anlehnung an die Haltung der SGI sagte Dr. Sachs: "Die Lösung muss aus unserem eigenen inneren moralischen Kompass und menschlichem Streben kommen."

Die Vortragsreihe begann im Jahr 2007 und beschäftigt sich mit Themen aus einem oder mehreren der acht Handlungsfelder der UN-Erklärung über eine Kultur des Friedens und des Aktionsprogramms für eine Kultur des Friedens. Die Reihe zielt darauf ab, eine Kultur die Gewalt abzulehnen, und befasst sich damit, die Ursachen von Konflikten durch die Kraft des Dialogs zu überwinden.


[nach einem Bericht der World Tribune vom 20. April 2012, Fotos: Yvonne Ng]

 

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