frieden@berlin.de

Rund 100 Teilnehmer aus 80 Religionsgemeinschaften, religionsübergreifenden Zusammenschlüssen und spirituellen Gruppen haben im März 2014 das Berliner Forum der Religionen gegründet.

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Foto: M. Bäumer

Es ist Ergebnis eines dreijährigen Dialogs der Religionen in Berlin, der von der Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten initiiert und moderiert wurde. Ziele dieses Forums sind:

  • das wechselseitige Verständnis im Respekt vor der Überzeugung der jeweils Anderen im Dialog und durch Projektarbeit zu fördern,
  • das konstruktive Potential von Religionen, interreligiösen Initiativen und spirituelle Gruppen in die Zivilgesellschaft einzubringen,
  • den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin zu stärken und einen Beitrag zum friedlichen Miteinander in Berlin zu leisten.

Am 18. November, zufällig auch Gründungstag der Soka Gakkai, fand im Roten Rathaus von Berlin die Konferenz des Berliner Forums der Religionen statt. Im Vorraum des Konferenzsaals hatten auch die Mitglieder der SGI-D die Gelegenheit, einen Infotisch aufzubauen und mit den Teilnehmern intensive Gespräche zu führen.

Zu Beginn der Konferenz betonte der Beauftragte für Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, Hartmut Rhein, die besondere Bedeutung und Aufgabe der Religionen, durch Dialog einen dauerhaften Beitrag zum Frieden weltweit und auch in Berlin zu schaffen. Der zweite Teil der Konferenz bot unter dem Motto „frieden@berlin.de“ Platz für „Best-Practise-Beispiele“ des interreligiösen Dialogs in Berlin. Besonders beeindruckte JUGA (jung, gläubig, aktiv), eine Initiative von 17-30jährigen jungen Erwachsenen, die von ihren interreligiösen Gesprächen und Aktionen mit anderen jungen Menschen berichteten.

Im Anschluss an die Konferenz fand ein Friedensgebet der Religionen an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz statt. Daran nahmen Vertreter aus Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus, Sikhismus, Hinduismus, Sufismus, Bahai und Jesiden teil. Das Gebet, das die buddhistische Strömung widerspiegeln sollte und von Mitgliedern der SGI-D vorgetragen wurde, lautete:
 
„Die menschliche Revolution eines einzigen Menschen wird dazu beitragen, das Schicksal einer ganzen Gesellschaft zu verändern und schließlich das Schicksal der gesamten Menschheit.
Ich möchte meine Menschlichkeit so entwickeln, dass ich meinem Gegenüber stets mit Mitgefühl und Respekt begegnen kann und bete von ganzem Herzen für den Frieden auf der Welt und das Glück jedes einzelnen Menschen.“

Anschließend wurde etwa eine Minute das Mantra „Nam Myoho Renge Kyo“ rezitiert, was die grundlegende Ausübung im Nichiren-Buddhismus darstellt.

mib

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