Nie wieder Atomwaffen, nie wieder Krieg! Gedenkveranstaltungen zum 67. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Jedes Jahr kommen am 6. August Friedensaktivisten und Führungspersönlichkeiten aus der ganzen Welt in Hiroshima zusammen, um der Opfer der Atombombenabwürfe im Jahr 1945 zu gedenken und um ihr Engagement für eine Welt frei von Krieg und Atomwaffen zu bekräftigen. Seit 1989 organisieren Mitglieder der Jugendabteilung der Soka Gakkai eine öffentliche Vortragsreihe, zu der sie als Gastredner führende Vertreter der Friedens- und Konfliktforschung und Friedensbewegung einladen. Bislang wurden in dieser Reihe bereits über 150 Vorträge gehalten.

Nie wieder Atomwaffen, nie wieder Krieg! Gedenkveranstaltungen zum 67. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima

Generalkonsul Shin; Foto: Seikyo Zeitung

Zum 67. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima am 6. August wurden in Verbindung mit dem jährlichen Hiroshima-Friedenstreffen der Jugendabteilung der Soka Gakkai am 4. und 5. August drei solcher Vorträge durchgeführt. Gastredner waren Shin Hyung-Keun, Generalkonsul der Republik Korea in Hiroshima, Akihisa Sato, Direktor der Japan-China Friendship Association in Fukuyama und Dr. Lawrence Carter, Dekan des Morehouse College in Atlanta (USA).

Shin Hyung-Keun, Generalkonsul von Korea, berichtete in seinem Vortrag von seinem Vater, der zum Zeitpunkt des Atombombenabwurfs 1,2 km vom Hypozentrum entfernt war. Er war nicht nur den zerstörerischen Auswirkungen der Radioaktivität ausgesetzt, sondern litt auch unter der doppelten Diskriminierung als hibakusha (Atombombenopfer) und als Koreaner in Japan. 1967 gründete sein Vater die Vereinigung der koreanischen Opfer der Atombombe und erhielt 1974 als erster Nicht-Japaner ein hibakusha-Zertifikat, das ihn berechtigte, medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen. In seinem Vortrag hob Generalkonsul Shin das reiche Erbe des kulturellen Austausches zwischen China, Korea und Japan hervor und betonte, wie wichtig es sei, dass die Jugend dieser Länder im Bewusstsein ihrer gemeinsamen Identität als Bürger Ostasiens die Bande der Freundschaft stärke. 

 

(Nach einem Artikel der Seikyo Zeitung vom 6. August 2012, Foto: Seikyo Zeitung)

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