Teilnahme von Vertretern der SGI an Beratungsgesprächen des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge mit Nichtregierungsorganisationen

Vom 28. - 30. Juni hielt die UN-Flüchtlingskommission ihre jährlich stattfindenden Beratungsgespräche mit den Nichtregierungsorganisationen im Internationalen Konferenzzentrum in Genf ab.

Teilnahme von Vertretern der SGI an Beratungsgesprächen des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge mit Nichtregierungsorganisationen

Herr Kawai (SGI) gibt einen Überblick über die Hilfsaktivitäten der Soka Gakkai

Im Zentrum der Veranstaltung standen die wachsenden Herausforderungen für Hilfsorganisationen angesichts der langandauernden, sich stetig ausweitenden Flüchtlings- und Abschiebeproblematik.

Teilnehmer von über 210 Nichtregierungsorganisationen aus 72 Ländern, darunter auch Vertreter der SGI, diskutierten über Unterstützung und Schutz von Flüchtlingen und Menschen, die von Abschiebung bedroht sind.

Nach dem Eröffnungsplenum fand eine Sitzung zur Rolle von Glaubensorganisationen beim Schutz von Gesellschaften, die durch Krieg oder andere Katastrophen in unsicheren Umgebungen leben, statt. Geleitet wurde diese Sitzung von einer Vertreterin der ACT Alliance, die als Dachorganisation über 100 Kirchen miteinander verbindet. Im Fokus standen die Herausforderungen und Chancen lokaler und nationaler Glaubensorganisationen sowie die Stärkung ihrer beschützenden Rolle durch eine effektivere Kooperation zwischen dem UNHCR und den internationalen Nichtregierungsorganisationen.

Außerdem gab es Präsentationen von Vertretern christlicher, muslimischer, jüdischer und buddhistischer Gruppen:
Kediende Mapuor Akec Chong vom Rat der Kirchen (Council of Churches), Sudan, Enrique Burbinsky von der Gemeinschaft zur Hilfe hebräischer Einwanderer (Hebrew Immigrant Aid Society)
Kimiaki Kawai vom Soka Gakkai Friedenskomittee (Soka Gakkai Peace Committee) und Hening Parlan Purwati vom Humanitären Forum (Humanitarian Forum) Indonesien.

Herr Kawai gab in seiner Präsentation anhand der Hilfsaktivitäten der Soka Gakkai einen Überblick darüber, wie die Zivilgesellschaft in Japan auf das Erdbeben und die darauf folgende Krise reagiert hatte. Er berichtete, dass 42 Zentren der Soka Gakkai in den betroffenen Gebieten - einschließlich der Tohoku Region sowie der Präfekturen Ibaraki und Chiba - als Notunterkünfte für insgesamt 5.000 Menschen dienten. Er stellte die Bemühungen von Mitgliedern der Soka Gakkai dar, die Wasser, Nahrung und Hilfsgüter in die Notunterkünfte brachten oder den Menschen in ihren Häusern Zuflucht boten.

Er berichtete auch von individuellen Bemühungen von Mitgliedern, die zwar selbst Opfer der Katastrophe geworden waren, jedoch die Initiative ergriffen, anderen in Not zu helfen. Die Tatsache, dass Betroffene in der Lage waren, anderen in der gleichen Situation zu helfen, bezeichnete er als Beispiel humanitärer Hilfe die zugleich „Selbsthilfe“ und Partizipation an der Gesellschaft darstelle. Herr Kawai betonte, dass insbesondere Empowerment der Überlebenden eine effektive und nachhaltige humanitäre Hilfe sei und dass Glaubensorganisationen diesbezüglich eine Schlüsselrolle spielen.

Vollständigen Bericht (auf Englisch) lesen: UNHCR Annual Consultations with NGOs

[Bericht und Fotos: SGI Büro für öffentliche Informationen]

 

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