Treffen der Europäischen Buddhistischen Union fand vom 1. - 3. April 2016 in Berlin statt

Unter dem Motto „Buddhism in Action“ traf sich die Europäische Buddhistische Union (EBU) vom 01.-03. April 2016 in Berlin.

Die EBU (www.europeanbuddhism.org) hatte zu dieser dreitägigen Konferenz eingeladen, damit Buddhisten aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen buddhistischen Schulen zusammen kommen, sich kennenlernen und austauschen. Gemäß dem Motto lag der thematische Fokus darauf, dass die referierenden Schulen darüber sprechen, wie sie die buddhistische Lehre in die Gesellschaft transportieren, und an Hand von Beispielen und Aktionen über ihre Erfahrungen berichten. Parallel zu den Vorträgen bot das Programm in Form von Workshops die Möglichkeit, sich die buddhistische Ausübung einzelner Schulen anzusehen, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Veranstaltet wurde das Ganze auf Englisch und fand im buddhistischen Zentrum der Rigpa-Schule in Berlin mit mehr als 60 Teilnehmern statt. Als Vertreter der SGI-Europa nahmen Robert Harrap (SGI-UK), Daniele Santi (SGI-Italien), Enrique Caputo (SGI-Spanien) und Sandra Oschließ (SGI-D) teil.
Es gab etwa 15 Vorträge, unter anderem von dem Zen-Priester Dario Doshin Girolami aus Rom, der über ein von ihm ins Leben gerufenes Projekt berichtete, um in Gefängnissen Meditationsübungen als „Stressbewältigung“ für Gefangene anzubieten. David Rycroft von der Rigpa-Schule in UK stellte ein Konzept vor, das Lehrer in Schulen trainiert, damit sie die Schüler anleiten können „Achtsamkeit und Mitgefühl“ zu entwickeln. Die SGI war unter anderem mit einem Vortrag über die Bedeutung von Friedensaktivitäten am Beispiel der Anti-Atomwaffen-Kampagne „Senzatomica“ der SGI-Italien (www.senzatomica.it) vertreten. Die EBU ist als eine internationale Nichtregierungsorganisation im Europarat anerkannt und Gabriela Frey, die die EBU dort offiziell vertritt, berichtete, wie sie sich im Europarat in drei Komitees für Menschenrechte, Erziehung und Kultur und Demokratie einsetzt.
In der Abschlussrunde bedankte sich Jamie Cresswell, Präsident der EBU, für diese gelungene Konferenz und betonte, wie wichtig es sei, dass sich die unterschiedlichen buddhistischen Gruppen in Anbetracht der weltweiten Probleme vereinen und eine gemeinsame positive Kraft entwickeln. „Jede Schule“, so sagte er, „hat ihre Mittel, um Konflikte zu lösen“ und aus Sicht der EBU „wird unsere europäische Stimme auf internationaler buddhistischer Ebene nur dann gehört werden, wenn wir vereint sprechen und nur vereint wird die weise und mitfühlende Stimme des Buddhismus lauter werden und mehr Gutes in der Welt erschaffen können. Der Buddhismus transformiert unser Leben zum Besseren in der Welt. Er hilft uns, uns gegen Unterdrückung zu wehren, er unterstützt uns, unser Leid zu überwinden, und zeigt einen alternativen Weg, im Leben menschlicher miteinander umzugehen und gemeinsam lokale wie internationale Konflikte und Probleme in Angriff zu nehmen.“
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