Buddhismus in Frankfurt: Vortrag "Leben und Tod aus buddhistischer Sicht"

Am 8. November 2014 luden Mitglieder der SGI-D in Frankfurt am Main zu dem Vortrag Leben und Tod aus buddhistischer Sicht ein. Es war der dritte Vortrag aus der Veranstaltungsreihe Der Buddha des Alltags.

Unser Nachdenken über den Tod im Allgemeinen oder das eigene Lebensende setzt in vielen Fällen erst dann ein, wenn wir nahe Angehörige oder liebe Freunde verlieren oder selbst ernsthaft erkranken. Das Bewusstsein unserer Endlichkeit verunsichert uns meistens und lädt eher nicht zu intensiverer Beschäftigung ein.

Gerade dazu regte Ervin Kassai, Architekt, Familienvater und seit 30 Jahren praktizierender Buddhist, die etwa 80 Zuhörer mit seinem Vortrag an. Zum einen ging es dabei um ein andere, eine umfassendere Sicht auf Leben und Tod, wie sie der Buddhismus Nichiren Daishonins nahelegt: Eine Haltung, die uns angesichts der Vergänglichkeit nicht am Sinn des Lebens, - wenn das Leben sowieso endet - zweifeln und verzweifeln lässt, sondern die uns mit Mut, Weisheit und Mitgefühl zu einem erfüllten Leben befähigt. Herr Kassai erläuterte, wie man dieses Bewusstsein durch die buddhistische Ausübung in sich wachhalten und in diesem Bewusstsein leben kann. Zum anderen teilte Herr Kassai mit den Zuhörern seine persönliche Erfahrung, wie die intensive Hingabe seiner buddhistischen Ausübung, in seinem Leben die universelle Lebenskraft pulsieren lässt. Dadurch entstehe jene Kraft, die wir brauchen, um mitfühlend zu handeln. Das Ergebnis sei eine immense spontan empfundene Freude, die wir natürlicherweise mit unseren Freunden und Bekannten teilen möchten. Herr Kassai ermutigte die Zuhörer: „Ein so erfüllt geführtes Leben wirkt sich auf den Augenblick des Todes so positiv aus, dass sich in diesem Moment unser hoher Lebenszustand mit jenem des Universums verbindet und enorm verstärkt. Im Tod - im latenten Zustand des Lebens - können wir aus der Vitalität des Universums schöpfen und sofort wieder geboren werden, um unsere Lebensaufgabe weiter zu leben.“

Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen gestellt werden, wodurch ein angeregter Austausch entstand.

 

 

 

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