Le Goût Étranger

In der Barockzeit wurde immer wieder auf die nahe Verwandtschaft von Musik und Sprache hingewiesen, dieses fasste Johann Mattheson, der bedeutende Musiktheoretiker des 18. Jahrhunderts, im Begriff „Klangrede“ zusammen.

05.02.2011, 20:00 Uhr, Kulturzentrum Villa Sachsen, Bingen

Ite Sonder, Traversflöte
Katrin Ebert, Barockvioline
Roswitha Bruggaier, Viola da gamba und Barockvioloncello
Diez Eichler, Cembalo

 

Ein wichtiger Aspekt des Begriffs „Heimat“ ist wohl sicherlich die Sprache, nicht nur die Muttersprache überhaupt, sondern auch ihre jeweilige regionale Färbung, ihr Dialekt oder ihre Mundart. Und genau wie in der Sprache findet man auch in der Musik solche „Mundarten“; besonders in der Musik der Barockzeit gibt es deutliche Unterschiede in den jeweiligen „Nationalstilen“, wie man sie damals nannte.

Insbesondere der italienische und der französische Stil prägten die europäische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Den deutsche Stil empfand man als einen „vermischten Geschmack“, der diese beiden Linien zu verbinden suchte. Daneben spielten aber auch böhmische, polnische, schottische und andere Stilsprachen eine Rolle.

Werke von François Couperin und anderen französischen Meistern kontrastieren zu Werken von italienischen Komponisten wie Arcangelo Corelli; Georg Muffat zeigt sich geradezu „polyglott“: er war Schüler von Corelli und Lully (dem Hauptprotagonisten des französischen Stils, von Geburt aber Italiener), Georg Philipp Telemann schließlich komponiert im deutschen „vermischten Geschmack“, in welchen sogar Elemente polnischer Volksmusik einfließen.

Das Konzert wird mit Erläuterungen und historischen Zitaten zu den Nationalstilen ergänzt.


Programm:

„Les nations“, u.a.
François Couperin (1668-1733): Sonate en Trio aus „La Françoise“ aus „Les Nations“ für Traversflöte, Violine und B.c.

Georg Philipp Telemann (1681–1767): 3e Quatuor G-Dur (aus Nouveaux Quatuors, 1738 „Pariser Quartette“), u.a.

Arcangelo Corelli (1653-1713): Variationen über “La Follia” op.5 für Violine und B.c.

François Couperin (1668-1733): Chaconne aus „La Françoise“
aus „Les Nations“ für Traversflöte, Violine und B.c.

 

Weitere Informationen:

Kulturbüro Bingen, Museumstraße 3, 55411 Bingen am Rhein,

Tel: 06721/ 990654 oder 991531, E-Mail: kulturbuero@bingen.de

 

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Veranstalter:

Stadt Bingen

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Veranstaltungsort:

Kulturzentrum Villa Sachsen 
Mainzer Str. 184
55411 Bingen am Rhein

Tel: (06721) 9040

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Veranstalter:

Stadt Bingen

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Veranstaltungsort:

Kulturzentrum Villa Sachsen 
Mainzer Str. 184
55411 Bingen am Rhein

Tel: (06721) 9040

 

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Veranstalter:

Stadt Bingen

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Veranstaltungsort:

Kulturzentrum Villa Sachsen 
Mainzer Str. 184
55411 Bingen am Rhein

Tel: (06721) 9040

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