Buddhistische Manuskripte der Großen Seidenstraße – Das Lotos-Sutra und seine Welt

Die Ausstellung zeigte wertvolle Texte und Manuskripte der St. Petersburger Sammlung des Instituts für orientalische Studien der Russischen Akademie der Wissenschaften

Die St. Petersburger Abteilung des Instituts für orientalische Studien der Russischen Akademie der Wissenschaften besitzt eine Kollektion buddhistischer Literatur und Manuskripte von Weltrang, die im Zuge von Forschungsreisen entlang der Seidenstraße gesammelt wurden.

Lotos-Sutra-Manuskript
Chinesisches Manuskript des Lotos-Sutra, Band 1, Kap. 2

Die Ausstellung zeigte dreißig einmalige, kostbare Exponate dieser Sammlung, darunter Manuskripte und Blockdrucke des Lotos-Sutras in Sanskrit, Chinesisch, Xixia (Tangutisch), Sogdisch, Khotansakisch und Alt-Uigurisch. Diese Ausstellungsstücke, die als Kulturschätze der gesamten Menschheit bezeichnet werden dürfen, wurden zum ersten Mal in Europa vorgestellt, zuerst in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, dann in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel in Deutschland.

Herzog-August-Bibliothek
Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel

Buddhismusforscher und Asienwissenschaftler aus Europa erhielten die wertvolle Gelegenheit, zum Studium der Exponate und zum wissenschaftlichen Austausch zusammenzukommen. Bei der Eröffnung sprachen unter anderem der inzwischen verstorbene Professor Heinz Bechert vom Seminar für Indologie und Buddhismuskunde der Universität Göttingen, Yoichi Kawada, Direktor des Instituts für Orientalische Philosophie – IOP, sowie Professor Helwig Schmidt-Glintzer, der als Direktor der Herzog- August-Bibliothek die Ausstellung ermöglicht hatte. Professorin Margarita Vorobyova-Desyatovskaya und Professor Evgenij Kychanov vom St. Petersburger Institut, die die Ausstellung konzipiert hatten und betreuten, hielten begleitend zur Ausstellung Vorträge im Kulturzentrum Villa Sachsen der SGI-D.

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