SGI-D

Document Actions

Daisaku Ikeda

Daisaku Ikeda wurde am 2. Januar 1928 in Tokio geboren. Bedingt durch die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges und den Einsatz von Atomwaffen ist der Buddhist, Philosoph und Autor seit seiner Jugend ein unermüdlicher Botschafter des Friedens, der seine Gedanken zu diesem Thema durch Dialoge, Friedensprojekte, kulturelles und pädagogisches Engagement verbreitet.

1947, mit 19 Jahren, wurde Daisaku Ikeda Mitglied der Soka Gakkai, einer buddhistischen Laiengemeinschaft, deren Aktivitäten auf der Philosophie des buddhistischen Mönchs Nichiren (1222-1282) basieren. Unter der Anleitung von Josei Toda, dem 2. Präsidenten der Soka Gakkai, arbeitete Ikeda mehr als zehn Jahre für die Entwicklung von Frieden, Kultur und Erziehung. Zwei Jahre nach Todas Tod, im Mai 1960, übernahm er die Präsidentschaft der Soka Gakkai. Ab diesem Zeitpunkt begann sich die Soka Gakkai weltweit zu engagieren: Im Oktober 1960 verließ Daisaku Ikeda Japan zu seinem ersten Auslandsbesuch, der ihn in die USA, nach Kanada und Brasilien führte. Seitdem reist Ikeda regelmäßig ins Ausland, um die Mitglieder der Soka Gakkai zu ermutigen und mit führenden Persönlichkeiten aus Politik, Philosophie, Erziehung, Kunst und Wissenschaft über soziale Themen und die Möglichkeit zu diskutieren, weltweiten Frieden zu schaffen.
1975 gründete Daisaku Ikeda die Soka Gakkai International (SGI) als internationalen Dachverband. Die SGI bezeichnet sich heute als "Gesellschaft für Frieden, Kultur und Erziehung" und hat rund 12 Millionen Mitglieder in über 190 Ländern. 1979 trat Ikeda als Präsident der Soka Gakkai in Japan zurück, um die Präsidentschaft der SGI zu übernehmen.

Die Friedensbemühungen von Daisaku Ikeda gründen auf der buddhistischen Überzeugung, dass vor allem eine positive Änderung im Leben des einzelnen Menschen - das heißt, nicht ausschließlich soziale oder strukturelle Reformen - der Schlüssel zu dauerhaftem Frieden und menschlichem Glück sind. Ein bekanntes Zitat von ihm lautet: "Eine große Revolution des Charakters eines einzelnen Menschen trägt dazu bei, das Schicksal einer ganzen Nation und sogar das Schicksal der Menschheit insgesamt zu ändern." Alle Beiträge von Daisaku Ikeda für den Frieden - seine Bücher, Vorträge, Dialoge und die verschiedenen von ihm gegründeten Institutionen - fußen auf diesem Verständnis.

Seit mehr als drei Jahrzehnten unterstützt Ikeda die Vereinten Nationen. Als Nichtregierungsorganisation führt die SGI unter seiner Leitung Flüchtlingshilfe- und Bildungsprogramme in den Bereichen Abrüstung, Umwelt, Menschenrechte und Entwicklung durch. Dafür wurde er 1983 mit dem UN-Friedenspreis ausgezeichnet.

Daisaku Ikeda veröffentlicht alljährlich einen Friedensvorschlag, der ausführlich und im Detail auf aktuelle Fragen der Politik und des Zeitgeschehens eingeht. Auf seine Anregung hin werden immer wieder Ausstellungen zu den Themen Krieg, Umwelt und Menschenrechte organisiert.

Vier große Initiativen zur Verbreitung von Frieden, Kultur und Erziehung sind von Daisaku Ikeda ins Leben gerufen worden: Die Soka-Universität in Japan und Kalifornien, die Min-On Konzertvereinigung, das Tokio Fuji Art Museum und das Institut für Orientalische Philosophie (IOP). Zu den von Ikeda gegründeten Institutionen, die dem interkulturellen Dialog dienen und den Friedensgedanken fördern, gehören das "Boston Research Institute for the 21st Century" (gegründet 1993) und das "Toda Institute for Global Peace and Policy Research" (gegründet 1996). Ikeda ist Ehrenmitglied des "Club of Rome" und hat seit 1975 über 180 Ehrendoktorwürden und Ehrenprofessuren vieler verschiedener Universitäten auf der ganzen Welt erhalten. Dazu gehören die University of Jordan, Königreich Jordanien (2004), das Morehouse College, USA (2002), die Chinese University of Hong Kong, China (2000), die University of Sidney, Australien (2000), das Queens College of the City of New York, USA (2000), die University of Dehli, Indien (1999), die University of Glasgow, Großbritannien (1994), die Universität von Bologna, Italien (1994) und die Universitiy of Buenos Aires, Argentinien (1990).

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Daisaku Ikeda vor allem durch seine Dialoge bekannt - unter anderem mit Tschingis Aitmatov, Josef Derbolav, Michail Gorbatschov, Nelson Mandela, Linus Pauling, Aurelio Peccei und Arnold Toynbee -, die zum überwiegenden Teil in Buchform erschienen sind. Er hat mehr als 40 Publikationen verfasst, darunter Bücher zur Philosophie und Geschichte des Buddhismus, politische Dialoge und Kinderbücher. Außerdem hat er Foto- und Gedichtbände veröffentlicht. Seit über 50 Jahren ist Daisaku Ikeda mit seiner Frau Kaneko verheiratet, seiner langjährigen Gefährtin auf der Reise für den Frieden.