3. Mai - Tag der Soka Gakkai

Der 3. Mai wird in der SGI als „Tag der Soka Gakkai“ gefeiert. Am 3. Mai 1951 wurde Josei Toda zum zweiten Präsidenten der Soka Gakkai ernannt, neun Jahre später, am 3. Mai 1960, übernahm Daisaku Ikeda dieses Amt und wurde dritter Präsident. Der 3. Mai gilt zudem als „Muttertag der Soka Gakkai“. Damit wird die wichtige Rolle der Frauen in den SGI-Gemeinschaften gewürdigt.

Der erste Präsident der Soka Gakkai, Tsunesaburo Makiguchi, widersetzte sich während des Zweiten Weltkriegs der religiösen Gleichschaltung durch das japanische Militärregime. Er stand für die Bewahrung der Lehre und der Werte des Nichiren-Buddhismus ein: Toleranz und Respekt für die Würde allen Lebens. Als Folge seiner unbeugsamen Haltung wurde er verhaftet und starb 1944 im Gefängnis. Als Josei Toda sieben Jahre später Präsident der Soka Gakkai wurde, gab es rund 3.000 Soka-Gakkai-Mitglieder in Japan. Bei seiner Amtsübernahme erklärte Josei Toda, dass er zu Lebzeiten eine Mitgliederzahl von 750.000 Haushalten erreichen will. SGI-Präsident Daisaku Ikeda erinnert sich an diesen Tag: „Das war ein sehr aufregendes Versprechen, um Kosen-rufu (Weltfrieden durch das Glück des Einzelnen) zu verwirklichen. Das Ziel, das Präsident Toda verkündete, verschlug einem wirklich den Atem. Aber ich war überglücklich. Mut stieg in mir hoch – mein Mentor, ein unvergleichlicher Anführer von Kosen-rufu, hatte schließlich beschlossen, als Präsident an der Spitze dieser Bewegung zu stehen.“

Josei Todas leidenschaftliche Bemühungen, seine Vision zu verwirklichen, inspirierten in den folgenden Jahren hunderttausende von Menschen in ganz Japan, der Soka Gakkai beizutreten. So bereitete er schließlich den Weg dafür, dass sich der Nichiren-Buddhismus auf der ganzen Welt verbreiten konnte.

Im Mai 1960, zwei Jahre nachdem Josei Toda gestorben war, wurde Daisaku Ikeda im Alter von nur 32 Jahren zum dritten Präsidenten der Soka Gakkai ernannt. Unter seiner Leitung begann eine Zeit der Innovation und Expansion. Die SGI-Gemeinschaften auf der ganzen Welt fingen an, sich aktiv bei kulturellen und pädagogischen Initiativen einzubringen. Daisaku Ikeda hat sich seitdem beständig dafür eingesetzt, die Vision seines Mentors Josei Toda durch die Förderung von Frieden, Kultur und Bildung zu verwirklichen. Er bezeichnet den 3. Mai als einen Tag, „an dem wir einen neuen Start in unseren Bemühungen für den Frieden und das Glück der Menschen machen“.

Die Bedeutung der Frauen für die Entwicklung der Soka Gakkai hat Josei Toda immer hervorgehoben. Auch Daisaku Ikeda betont, dass das Wachstum der Soka Gakkai vor allem auf das Engagement der Frauen zurückzuführen ist – auf die „Mütter von Kosen-rufu“. Als am 27. April 1988 das erste nationale Frauen-Treffen der Soka Gakkai in Tokio stattfand, schlug Daisaku Ikeda vor, den 3. Mai zusätzlich als „Muttertag der Soka Gakkai“ zu benennen und die aufrichtigen Bemühungen aller Frauen damit wertzuschätzen.