PRESSEMITTEILUNG: SGI stärkt beim Treffen der Vertragsparteien des Atomwaffenverbotsvertrags die Stimmen der Jugend, der Glaubensgemeinschaften und der Opfer

Tokio, 27. Mai 2022

Vom 21. bis 23. Juni schloss sich die Soka Gakkai International (SGI) auf der historischen Ersten Tagung der Vertragsstaaten (1MSP) des UN-Vertrags über das Verbot von Atomwaffen (TPNW) in Wien, Österreich, zivilgesellschaftlichen Gruppen an, die die Universalisierung des Vertrags forderten, und veranstaltete gemeinsam mit ihnen Workshops, in denen insbesondere die Perspektiven der Betroffenen und der Jugend beleuchtet wurden.

Hirotsugu Terasaki, Generaldirektor der Abteilung für Friedensaktivitäten der SGI, kommentierte: „In dieser Zeit der existenziellen Bedrohung haben alle, die hier versammelt sind bekräftigt, dass Atomwaffen moralisch und rechtlich inakzeptabel sind. Wir begrüßen die Wiener Erklärung und den Aktionsplan und sind entschlossen, unsere Bemühungen zur Stärkung der Wirksamkeit dieses bahnbrechenden Vertrags fortzusetzen.“

Die Stimmen der Hibakusha waren während der gesamten Diskussion eine treibende Kraft. Am 21. Juni veranstaltete die SGI gemeinsam mit dem kasachischen Außenministerium, der Ständigen Vertretung Kiribatis bei den Vereinten Nationen und der Nuclear Age Peace Foundation eine Nebenveranstaltung zu den Themen Opferhilfe, Umweltsanierung und internationale Zusammenarbeit im Einklang mit den Artikeln 6 und 7 des Vertrags.

Zu den Rednern gehörten Überlebende der Atomtests in Semipalatinsk (Kasachstan) und ein Jugendaktivist von den Marshallinseln, wo 67 Atomtests durchgeführt wurden. Rebecca Jovin, Leiterin des Büros der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen (UNODA) in Wien, wies im Namen von Izumi Nakamitsu, UN-Untergeneralsekretärin für Abrüstungsfragen, auf die äußerst schädlichen Auswirkungen der mehr als 2000 seit 1945 durchgeführten Atomtests hin und erklärte: „Die persönliche Teilnahme von Menschen, die von Atomtests betroffen sind, erinnert uns daran, warum wir die vollständige Abschaffung von Atomwaffen anstreben müssen.”

Ebenfalls am 21. Juni veranstalteten die SGI und die italienische Anti-Atomwaffen-Kampagne Senzatomica im Rahmen des Jugend-MSP einen Workshop über Graswurzelbewegungen im Bereich Bildung. Die Jugendlichen diskutierten über die Neugestaltung des Diskurses über Atomwaffen und über alternative Bildungsansätze, die zur Befähigung und Stärkung der Lernenden dienen sollen. Hier können Sie Interviews mit Teilnehmenden des Jugend-MSP ansehen: https://twitter.com/sgi_info/status/1540163711448797185

Teilnehmerin Sanya Rajpal von der SGI-UK kommentierte: „Wir müssen die Logik durchbrechen, die zu Atomwaffen und allen Formen struktureller Gewalt führt, und die Menschen dazu befähigen, dies in ihrem eigenen Leben und dann in der Welt zu verändern.“ Die SGI und das Internationale Abrüstungsinstitut der Pace University haben außerdem gemeinsam ein Arbeitspapier über Friedens- und Abrüstungserziehung verfasst, in dem die entscheidende Rolle der Bildung bei der Universalisierung des TPNW hervorgehoben wird. Das Arbeitspapier steht unter folgendem Link zur Verfügung: https://reachingcriticalwill.org/images/documents/Disarmament-fora/nuclear-weapon-ban/1msp/documents/NGO.32.pdf

Eine gemeinsame interreligiöse Erklärung, die von Olivia Baro, Jugendvertreterin der Pazifischen Kirchenkonferenz, in einer Sitzung am 22. Juni vorgestellt wurde, drängte ebenfalls auf eine breitere Ratifizierung des Vertrags. Sie wurde von der SGI und insgesamt 144 Organisationen aus verschiedenen Glaubenstraditionen unterzeichnet. Die interreligiöse Erklärung ist hier abrufbar: https://cdn2.assets-servd.host/un-sgi/production/assets/downloads/TPNW-MSP-Joint-Interfaith-Statement.pdf

Die Soka Gakkai International (SGI) ist eine NGO mit beratendem Status beim ECOSOC der Vereinten Nationen. Die Soka Gakkai ist eine weltweite, gemeinschaftsbasierte buddhistische Vereinigung mit 12 Millionen Mitgliedern, die sich für Frieden, Kultur und Bildung/Erziehung einsetzt und seit über 60 Jahren für die Abschaffung von Atomwaffen kämpft.

Kontakt:
Joan Anderson
International Office of Public Information
Soka Gakkai
+81-80-5957-4711
anderson@soka.jp

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