Mahatma Gandhi - Mut zur Gewaltlosigkeit

aus einer Serie von Essays von Daisaku Ikeda, die 2004 in dem Buch "One by One" erschienen sind

„Ich will kein Spielzeug und auch keine Schokolade. Das Einzige, was ich mir wünsche, sind Frieden und Freiheit. Ihr Menschen in Europa und auf der ganzen Welt, bitte findet zurück zur Menschlichkeit in euren Herzen und macht diesem Krieg ein Ende!“
Ein junges Mädchen aus dem ehemaligen Jugoslawien

Ich besuchte Raj Ghat. Hier war Mahatma Gandhi, der Vater des unabhängigen Indiens, bestattet worden. Das Gelände war weitläufig und sehr gepflegt; es war ein Ort der Gewaltlosigkeit. Irgendwo sang ein Vogel. In der Nähe war ein Wald und Eichhörnchen huschten durch das grüne Dickicht.

Ich legte Blumen an Gandhis Gedenkstätte ab und verneigte mich. Dabei gedachte ich seiner außergewöhnlichen Geisteshaltung und seiner Liebe zur Menschheit. Diese Liebe war die unversiegbare Quelle seines Bemühens, das Feuer des Hasses zu löschen.

Und ich dachte daran, wie allein Gandhi bei alldem war.

„Auf wessen Seite stehst du eigentlich?“

„Gandhi sagt, dass wir uns nicht an den Moslems rächen sollen! Wie kann er sich nur auf ihre Seite stellen? Ich bin fassungslos! Sie haben meine ganze Familie umgebracht. Mein kleinster Sohn war erst fünf Jahre alt!“
„Meint er etwa, wir sollen die Angriffe der Hindus einfach so hinnehmen? Das ist doch lächerlich! Ist ihm eigentlich klar, was wir Moslems in den letzten Jahren alles durchgemacht haben? Gandhi ist doch schließlich selbst ein Hindu, oder etwa nicht?“

Wenn Hindus und Moslems in einem blutigen Kreislauf aus Hass und Vergeltung feststeckten, forderte Gandhi sie auf, dem Töten ein Ende zu bereiten. Die Menschen aber waren geradezu besessen von Hass und hörten nicht auf ihn. Sie sagten ihm, er solle verschwinden und nannten seine Versuche, sie zu versöhnen, scheinheilig oder fanden noch schlimmere Worte. Sie forderten ihn auf zu bekennen, auf wessen Seite er steht.

Er aber stand auf niemandes Seite, sondern auf beiden Seiten zugleich. Für ihn waren alle Menschen Brüder und Schwestern. Wie konnte er als stummer Zeuge untätig danebenstehen, wenn sie sich gegenseitig abschlachteten?

Gandhi erklärte, er sei bereit, sich selbst in zwei Hälften teilen zu lassen, wenn es das sei, was die Menschen von ihm wollten. Auf keinen Fall aber sollte Indien geteilt werden.

Wie soll aus Hass jemals etwas Gutes entstehen? Das war stets seine Frage. Wenn Hass die Antwort auf Hass ist, wird er nur noch tiefere Wurzeln treiben.

Stellen Sie sich vor, jemand zündet Ihr Haus an und Sie rächen sich, indem Sie seines ebenfalls anzünden. Die ganze Stadt stünde bald in Flammen! Das Haus des Gegners niederzubrennen, bringt Ihr eigenes nicht zurück. Gewalt führt zu keiner Lösung. Wer Rache übt, fügt sich nur selbst Leid zu.

Wie sehr Gandhi die Menschen auch aufforderte, auf die Vernunft zu hören: Die Flammen des Hasses loderten höher. Viel zu viele schürten das Feuer.

Gandhi stand ihnen ganz allein gegenüber.

Feuer lässt sich nicht mit Feuer löschen

Am 20. Januar 1948 – genau zehn Tage vor Gandhis Ermordung – zündete ein junger Hindu in einer Versammlung eine selbst gebaute Bombe. Glücklicherweise verfehlte sie ihr Ziel und Gandhi überlebte den Anschlag. Der junge Mann wurde daraufhin festgenommen.

Am nächsten Tag kamen einige Anhänger der Sikh-Religion zu Gandhi und versicherten ihm, dass der Täter kein Sikh sei. Gandhi wies sie zurecht. Er sagte ihnen, dass es ihn überhaupt nicht interessiere, ob der Angreifer Sikh, Hindu oder Moslem sei. Wer auch immer der Täter sei, er wünsche ihm alles Gute.

Gandhi erklärte, dass man diesem jungen Menschen Hass in sein Herz gesät und beigebracht hatte, ihn, Gandhi, als einen Feind der Hindus und ihrer Sache anzusehen. Der Mann glaubte an das, was man ihm sagte, und war so hoffnungslos und verzweifelt, dass Gewalt ihm als der einzige Ausweg erschien.

Gandhi hatte nur Mitleid mit ihm. Er bat sogar den wütenden Polizeipräsidenten, ihn nicht zu schikanieren, sondern ihn stattdessen zu sinnvollen Taten und Gedanken anzuregen.

So war er. Niemand verabscheute Gewalt mehr als Gandhi. Niemand wusste so gut wie er, dass man Gewalt nur mit Gewaltlosigkeit begegnen kann.

Wie Wasser das Feuer löscht, können auch nur Liebe und Mitgefühl den Hass besiegen. Manche kritisierten, Gandhi würde den jungen Terroristen verhätscheln. Andere verachteten seine Überzeugungen geradezu. Sie bezeichneten sie als gefühlsduselig, unrealistisch und völlig wirkungslos.

Gandhi hatte keine Verbündeten.

Viele verehrten ihn, aber nur wenige teilten wirklich seine Überzeugungen. Für Gandhi war Gewaltlosigkeit gleichbedeutend mit seiner überbordenden Liebe zur ganzen Menschheit. Diese Lebenseinstellung war ein existenzieller Teil seines Wesens. Sie erst ermöglichte es ihm überhaupt zu leben; nicht einen einzigen Moment hätte er ohne sie existieren können. Viele seiner Anhänger aber sahen in der Gewaltlosigkeit einfach nur eine politische Strategie – eine reine Taktik, um die Unabhängigkeit Indiens von Großbritannien zu erlangen.

Gandhi hatte keine Verbündeten.

Je mehr er nach seinen religiösen Überzeugungen lebte, desto stärker wurde auch seine Liebe zur Menschheit. Diese Liebe machte es ihm unmöglich, die politische Realität der Menschen zu ignorieren. Und die Konfrontation damit verstärkte wiederum seine Gewissheit, dass nichts notwendiger ist als eben diese aus dem religiösen Glauben erwachsene Liebe.

Dadurch geriet er allerdings ins Kreuzfeuer der Kritik. Einerseits wurde er von religiösen Führern für sein politisches Engagement angegriffen. Sie unterstellten ihm, nur von persönlichen Ambitionen getrieben zu sein. Die Politiker andererseits bezeichneten ihn als naiv und weltfremd.

Gandhi beschritt den „mittleren Weg“: den Weg der wahren Menschlichkeit, der danach strebt, die Gegensätze zu versöhnen. Genau deshalb erschienen seine Überzeugungen und Handlungen denen als parteiisch, die selbst eine extreme Einstellung hatten.

Dem Terrorismus ein Ende setzen

Die Angriffe auf die Vereinigten Staaten vom 11. September waren unbeschreiblich grausam. Unter den Opfern waren auch Mitglieder und Freunde der SGI. Die Anschläge riefen weltweit Abscheu und zugleich den starken Wunsch hervor, dass ein solches Massaker sich niemals wiederholen soll.

Für welches Verbrechen wurden all diese unschuldigen Menschen getötet? Eine solche Tat ist durch nichts zu rechtfertigen. Berichten zufolge sollen die Täter aufgrund ihres Glaubens und ihrer religiösen Überzeugungen gehandelt haben. Aber selbst dann verdienen ihre Taten es keineswegs, als Märtyrertod bezeichnet zu werden. Den Märtyrertod zu sterben bedeutet, das eigene Leben zu opfern und nicht das von anderen. Wahre Selbstaufopferung heißt, andere von ihren Leiden zu befreien und ihnen Glück zu schenken. Jede Handlung, die dazu führt, Menschen zu töten, ist absolut verwerflich.

Die Menschheit sollte sich endlich zusammenschließen und dem Terrorismus ein Ende setzen. Wie aber kann dies gelingen? Durch militärische Vergeltungsmaßnahmen? Würde daraus nicht nur noch mehr Hass entstehen?

Nehmen wir an, es gelingt uns, unseren unmittelbaren „Feind“ zu bezwingen. Hätten wir dann wirklich erreicht, dass Frieden ist? Schon lange schwelender Hass würde dadurch nur noch verstärkt. Niemand könnte voraussagen, wo er als nächstes hervorbricht. Die Welt litte unter noch größerer Furcht und Unsicherheit.

Mich erinnert all das an die einfache Weisheit aus der Fabel „Die Sonne und der Wind“ von Aesop. Der Wind versucht, einem Wanderer den Mantel zu entreißen, und umtost ihn mit eisigen Böen. Doch je stärker er bläst, desto fester hüllt sich der Wanderer in seinen Mantel ein.

Ein Frieden, der errichtet ist auf der gewaltsamen Unterdrückung der Menschen, ob nun im eigenen oder in einem anderen Land, ist ein toter Frieden – ein Grabesfrieden. Dies ist nicht der Frieden, nach dem sich die Menschheit sehnt.

Der Konflikt des 21. Jahrhunderts: Gewalt gegen Gewaltlosigkeit

Ich erinnere mich an einen bewegenden Vorfall, den Tolstoi in einem Brief zwei Monate vor seinem Tod beschrieb. Der Brief vom 7. September 1910 war an Mahatma Gandhi gerichtet.

Der Vorfall trug sich ungefähr so zu: In einer Mädchenschule in Moskau wurde eine Prüfung zum Thema Religion abgehalten. Ein Bischof war in die Schule gekommen und stellte jedem der Mädchen Fragen zu den Zehn Geboten. Als er beim Gebot „Du sollst nicht töten“ angekommen war, fragte der Bischof: „Verbietet Gott uns, unter allen Umständen zu töten?“

Die Mädchen antworteten so, wie man es ihnen beigebracht hatte: „Nein“, sagten sie, „nicht unter allen Umständen. Im Krieg darf man töten oder auch, wenn jemand vor Gericht zum Tode verurteilt wurde.“ „Jawohl, das stimmt! Ihr habt genau richtig geantwortet!“, sagte der Bischof.

Da aber widersprach ein Mädchen laut und ihr Gesicht war ganz rot vor Empörung: „Es ist unter allen Umständen falsch zu töten!“

Der Bischof geriet völlig aus der Fassung. Mit aller ihm zur Verfügung stehenden Wortgewandtheit versuchte er, das Mädchen davon zu überzeugen, dass das Tötungsverbot Ausnahmen zulasse – doch vergeblich.

„Nein“, erklärte sie. „Töten ist unter allen Umständen eine Sünde. So steht es schon im Alten Testament. Mehr noch: Jesus hat nicht nur verboten zu töten, sondern er lehrte uns auch, dass wir unseren Nächsten kein Leid zufügen dürfen.“

Gegen die Wahrheit, die aus den Worten des Mädchens sprach, konnten die Autorität des Bischofs und all seine Wortgewalt nichts ausrichten. Am Ende blieb ihm nur noch zu schweigen. Das junge Mädchen erwies sich schließlich als Siegerin, schrieb Tolstoi sichtlich zufrieden.

Lasst uns den Worten des Mädchens hinzufügen: „Töten ist falsch, auch im Krieg!“ Und verbreiten wir diese Worte auf der ganzen Welt!

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert der Kriege. Es war ein Jahrhundert, in dem hunderte Millionen Menschen gewaltsam zu Tode kamen. Haben wir irgendetwas aus diesen entsetzlichen Tragödien gelernt? In der neuen Ära des 21. Jahrhunderts muss sich die Menschheit vom obersten Grundsatz leiten lassen, dass das Töten niemals und unter keinen Umständen gerechtfertigt ist und akzeptiert werden darf. Wenn wir dies nicht begreifen und die Erkenntnis nicht immer und überall verbreiten, dass Gewalt niemals dazu benutzt werden darf, die eigene Überzeugung zu verteidigen, dann haben wir nichts aus den bitteren Lektionen des 20. Jahrhunderts gelernt.

Der eigentliche Kampf des 21. Jahrhunderts wird weder einer der Kulturen, noch einer der Religionen sein. Es wird ein Kampf sein zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit, ein Kampf zwischen Barbarei und Zivilisation.

Die Flammen des Hasses mit einer Flut des Dialogs löschen

Vor über einem halben Jahrhundert machte Gandhi sich auf, den Kreislauf von Gewalt und Vergeltung zu durchbrechen. Er sagte einmal, dass unser unaufhörliches Streben nach moralischer Selbstvervollkommnung den Menschen vom Tier unterscheide. Die Menschheit stehe an einem Kreuzweg und müsse sich zwischen Gewalt und Gewaltlosigkeit, dem Gesetz des Dschungels und dem Gesetz der Menschlichkeit entscheiden.

Die Welt hat heute eine außerordentliche und noch nie da gewesene Chance. Wir können eine neue Seite in der Geschichte der Menschheit aufschlagen. Die Zeit ist gekommen, um Folgendes zu verkünden:

Jeder Terroranschlag ist ein Angriff auf das Gesetz der Menschlichkeit. Wir lehnen das Gesetz des Dschungels ab, auf dem diese Angriffe basieren. Für uns gibt es keine militärische Lösung, sondern nur Dialog. Anstatt die Flammen des Hasses weiter zu schüren, werden wir sie mit einer „Flut des Dialogs“ eindämmen und löschen. Dies ist unser fester Entschluss für die ganze Menschheit.

Es ist der beste und der einzige Weg, damit solche schrecklichen Gräuel sich niemals wiederholen. Wir sind fest davon überzeugt, dass dies eine sehr angemessene Weise ist, derer zu gedenken, die bei Anschlägen ums Leben gekommen sind.

Würde eine solche Absicht in die Tat umgesetzt, wären zukünftige Historiker sicher voller Lob.

Aus großem Übel kann großes Glück entstehen. Dies geschieht aber nicht von selbst. Um das Böse in etwas Gutes zu verwandeln, braucht es immer Mut. Jetzt ist für uns die Zeit gekommen, diesen Mut aufzubringen: den Mut zur Gewaltlosigkeit; den Mut zum Dialog; den Mut, auch dann zuzuhören, wenn wir lieber weghören wollen; den Mut, Rachegelüsten zu widerstehen und sich von der Vernunft leiten zu lassen.

Frieden entsteht aus der Bereitschaft, zuzuhören

In meinen Gesprächen mit Frau Veena Sikri, Direktorin des Indischen Rates für Kulturelle Beziehungen (ICCR), diskutierten wir auch über indische Philosophie und die Tradition der Gewaltlosigkeit. Ich sprach dabei über meinen Wunsch, den Menschen in Japan das immense spirituelle Erbe Indiens nahezubringen. Dieser Wunsch erfüllte sich schließlich, als 1994 eine Ausstellung mit dem Titel „König Ashoka, Mahatma Gandhi und Nehru – Heilende Berührung“ in Japan gezeigt wurde.

König Ashoka war ein weiser und gütiger Monarch im alten Indien (ungefähr im 3. Jahrhundert v. Chr.). Nachdem er hautnah die grausame Realität des Krieges erlebt hatte, konvertierte er zum Buddhismus. Er beschloss, seine Herrschaft nicht auf militärischer Gewalt, sondern auf dem Dharma zu errichten, den Lehren des Buddhismus. Als Gandhi gefragt wurde, ob es jemals einen gewaltlosen Staat geben könne, antwortete er, dass dies tatsächlich möglich sei. Als nachahmenswertes Beispiel nannte er die Regentschaft Ashokas und dessen Errungenschaften.

Jawaharlal Nehru, der erste Premierminister des unabhängigen Indiens, war ein unmittelbarer Schüler Gandhis. Als er 1957 Japan besuchte, äußerte er seine tiefe Sorge über die zunehmende Gewalt in der Welt. In einem seiner Vorträge erklärte er, dass die einzige wirklich wirksame Reaktion auf die Wasserstoffbombe nicht eine Bombe von noch größerer Zerstörungskraft sei, sondern eine spirituelle „Bombe“ des Mitgefühls. Dies sagte er, nur einen Monat nachdem Josei Toda, der zweite Präsident der Soka Gakkai, zur Abschaffung der Atomwaffen aufgerufen hatte.

Das Thema der Ausstellung hatten unsere indischen Partner vorgeschlagen. Manche Japaner, die sich an den Vorbereitungen für „König Ashoka, Mahatma Gandhi und Nehru – Heilende Berührung“ beteiligten, kamen anfangs nicht damit zurecht. Ihre Skepsis mag wohl darin begründet gewesen sein, dass „Heilen“ im weiteren Sinne damals kein allgemein vertrauter Ausdruck in Japan war. Kein anderer Begriff aber erfasst so klar und eindeutig den Kern von Gewaltlosigkeit. Gewalt erwächst aus einer verletzten Seele: einer Seele, die Brandblasen trägt vom Feuer der Arroganz; einer zersplitterten Seele, die verbittert ist über die eigene Machtlosigkeit; einer ausgedörrten Seele, die es nach dem Sinn des Lebens dürstet; einer Seele, die durch Minderwertigkeitsgefühle verwelkt und erschlafft ist. Wut, die aus verletzter Selbstachtung und Erniedrigung erwächst, entlädt sich in Gewalt. So entsteht in der Gesellschaft eine Kultur der Gewalt, in der Menschen sich zunehmend respektlos und brutal verhalten. Dies wird oft durch die Medien noch verstärkt.

Der amerikanische Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King jr. hat sich intensiv mit der Philosophie Gandhis beschäftigt. Er erklärte, dass ein Mensch, der sich innerlich in Aufruhr befindet, nicht zur Gewaltlosigkeit in der Lage ist. Ich hoffe, dass das spirituelle Erbe Indiens – eines Landes, das in Asien seit alter Zeit als „das Land des Mondlichts“ bekannt ist –, dazu beitragen kann, den Geist des Friedens zu verbreiten. Genauso wie der kühle Lichtstrahl des Mondes nach der unerträglichen Hitze des Tages Linderung verschafft. Bescheidenheit erwächst aus einem geheilten und versöhnten Herzen. Diese Bescheidenheit führt zur Bereitschaft, anderen zuzuhören. Dies wiederum gebiert gegenseitiges Verständnis und daraus entsteht schließlich eine friedvolle Gesellschaft.

Gewaltlosigkeit ist die höchste Form der Gelassenheit; in ihr zeigt sich größter Mut. Premierminister Nehru sagte, dass Furchtlosigkeit die Essenz von Gandhis Lehren ist. Gandhi lehrte, dass „die Starken niemals rachsüchtig [sind]“ und dass nur die Mutigen den Dialog suchen.

Übersetzt aus dem Englischen, One by One, 2004.

 

Bibliografie:
Fischer, Louis, The Life of Mahatma Gandhi, New York 1950.
Gandhi, M. K., Gandhi on Non-Violence. A Selection from the Writings of Mahatma Gandhi, Hrsg. Thomas Merton, New York 1965.
Gandhi, M. K., My Religion, Ahmedabad, India 1955.
Kytle, Calvin, Gandhi, Soldier of Nonviolence, Washington, D. C. 1982.
Tolstoi, Leo, Tolstoy’s Letters, Vol. 2 (1880–1910), Hrsg. R. F. Christian, New York 1978.
Yamazaki, Kayoko, Aru hi mura wa senjo ni natta—Bachuga kara todoita kodomotachi no messeji (Eines Tages wurde unser Dorf zum Schlachtfeld – Botschaften der Kinder von Bachuga [ehemaliges Jugoslawien]), Tokio 1995.

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