Das Lotos-Sutra

Die Lehren des Lotos-Sutra (sanskrit: Saddharma-pundarika-Sutra, chinesich: Miao-fa-lien-hua-ching, japanisch: Myoho-Renge-Kyo) wurden von Shakyamuni in den acht Jahren vor seinem Tod verkündet. Das Lotos-Sutra gilt als als eine der wichtigsten und einflussreichsten Schriften des Mahayana Buddhismus.

Lotos-Sutra-Manuskript
Chinesisches Manuskript des Lotos-Sutra, Band 1, Kap. 2

Nach dem Tod  Shakyamunis wurden seine Lehren schriftlich aufgezeichnet und in Form von 28 Kapiteln überliefert. Über China und die koreanische Halbinsel verbreitete sich das Lotos-Sutra nach Japan und von dort aus weiter in andere Länder.

Die Universalität des Lotos-Sutras

Im Lotos-Sutra beschreibt Shakyamuni in sehr poetischen Bildern den Kern seiner Erleuchtung: Jeder Mensch, unabhängig von Nationalität, Geschlecht, sozialer Stellung oder Vorbildung, wie auch jedes Phänomen des Universums, besitzt das Potential zur Erleuchtung und kann in diesem Leben zu seiner inneren Wahrheit und Erleuchtung erwachen.

Das Lotos-Sutra lehrt als Kernpunkt den tiefen Respekt vor der Würde des Lebens. Darüber hinaus enthüllt es eine Philosophie, die den Schwerpunkt nicht auf die Änderung äußerer Umstände oder sozialer Rahmenbedingungen legt. Vielmehr betont sie, dass eine wirkliche Veränderung von Gesellschaft und Umgebung ausschließlich durch eine Reformation des einzelnen Menschen selbst gelingen kann.

Literatur

Lotus-Sutra-Übersetzung von Max-Deeg und Erläuterungsliteratur
Lotus-Sutra-Übersetzung von Max-Deeg und Erläuterungsliteratur

Die neueste vollständige Übersetzung in die deutsche Sprache wurde 2007 von Max Deeg vorgenommen (Das Lotos-Sutra, ISBN 3896786075). Im Eigenverlag der SGI-D sind mehrere Veröffentlichungen erschienen, die Erläuterungen des Lotos-Sutras aus der Perspektive des Buddhismus Nichirens in Dialog- und Vorlesungsform enthalten.

 
 
 
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