Information: Umgang der Soka Gakkai mit der Corona-Pandemie

Tokio, 10. April 2020

Bisher hatten wir gehofft, die Ausbreitung von COVID-19 in Japan eindämmen zu können. Nun jedoch musste das Land als Reaktion auf einen Anstieg der bestätigten Infektionen den Notstand ausrufen und bündelt jetzt alle Kräfte, um wertvolle Leben zu retten.

In dieser unglaublich schweren Zeit möchte ich im Namen der Soka Gakkai unser aufrichtiges Beileid und Mitgefühl für alle Opfer und ihre Angehörigen zum Ausdruck bringen. Ich möchte ebenfalls allen Beschäftigten im Gesundheitswesen und all denjenigen, die auf der ganzen Welt an vorderster Front gegen das Virus kämpfen, von ganzem Herzen unsere Dankbarkeit und unseren Respekt übermitteln.

Angesichts der Zerstörung von Menschenleben und Volkswirtschaften im Schatten der COVID-19-Pandemie haben die nationalen Organisationen der Soka Gakkai rund um den Globus ihre Zentren geschlossen und jegliche Versammlungen eingestellt, um zur Eindämmung des Virus beizutragen. Davon unbeirrt praktizieren unsere Mitglieder ihren Glauben von zuhause aus und widmen ihre aufrichtigen Gebete all jenen, die von der Pandemie getroffen oder beeinträchtigt sind.

Wir sind fest entschlossen, ein unzerstörbares Netzwerk der Weltbürgerschaft zu stärken mithilfe unserer hoffnungsvollen und wiederbelebenden Philosophie, Gift in Medizin zu verwandeln. Diese Philosophie lehrt uns, dass sogar die dunkelsten und verzweifeltsten Situationen die Samen neuer Erkenntnisse und neuer Möglichkeiten in sich tragen. Gemeinsam mit unserem Meister Daisaku Ikeda beten wir von ganzem Herzen „für das schnellstmögliche Ende dieser Bedrohung und die Rückkehr zu Normalität und Sicherheit“.

Wir erleben derzeit eine in der jüngeren Geschichte beispiellose Situation. Gefühle der Angst, Unsicherheit und Einsamkeit können uns nun entweder weiter auseinandertreiben oder aber uns noch stärker als Gemeinschaft zusammenschweißen. Zu sehen, wieviel Resilienz, also psychische Widerstandsfähigkeit, wieviel Mitgefühl und Solidarität Menschen in dieser schweren Zeit aufbringen, ist zutiefst inspirierend.

Mitglieder der Soka Gakkai auf der ganzen Welt ermutigen sich unermüdlich gegenseitig und befinden sich dank der technischen Möglichkeiten mit ihren Familien und Freunden im Dialog. Sie engagieren sich außerdem in ihrem Umfeld und haben etliche Initiativen gegründet, um das Bewusstsein zu schärfen, wie wichtig es ist, sich die Hände zu waschen, Masken zu tragen und physischen Abstand zu den Mitmenschen zu halten.

Je nach Größe und individueller Situation eines Landes oder Gebiets engagiert sich jede Organisation der Soka Gakkai, so gut sie kann. Die SGI-USA beispielsweise hat bereits Schutzmasken an Krankenhäuser gespendet, in denen die Ausrüstung fehlt, während unter anderem die italienische und die malaysische Soka Gakkai Geld zur Bekämpfung von COVID-19 in ihren jeweiligen Ländern gespendet haben. In Japan haben die Mitglieder der Jugendabteilung noch vor Ausrufung des Notstandes die „Stay Home“-Kampagne auf Twitter ins Leben gerufen. Diese verfolgt das Ziel, junge Menschen zu ermutigen, zuhause zu bleiben und verlässliche und korrekte Informationen zur Verbreitung des neuartigen Virus zu teilen.

Jede und jeder von uns kann einen Beitrag leisten, indem wir die Maßnahmen unserer jeweiligen Landesregierungen ernst nehmen und das Gebot der sozialen Distanzierung befolgen. Angesichts des Einflusses der Informationen, denen wir uns aussetzen, ist es entscheidend, dass wir uns hier auf der Basis wissenschaftlich korrekter und verifizierter Informationsquellen verantwortungsvoll verhalten.

Zu guter Letzt müssen wir sicherstellen, dass niemand zurückgelassen wird bei der Bekämpfung dieser Pandemie und ihren Nachwehen, die uns noch lange Zeit beeinträchtigen werden. Hier müssen wir im Sinne der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) handeln, in denen unsere gemeinsame Hoffnung für die Zukunft der Menschheit konkretisiert wird.

Minoru Harada
Präsident der Soka Gakkai

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