AUSGEWÄHLTE THEMEN

ERLÄUTERUNGEN VON SGI-PRÄSIDENT DAISAKU IKEDA
 
Geschlechtergleichstellung im Buddhismus
Das Lotos-Sutra lehrt, dass alle Lebewesen die Welt der Buddhaschaft besitzen. Dort gibt es nicht die blasseste Spur einer Diskriminierung von Frauen. (…) Wenn es Männer gibt, die die Erleuchtung von Frauen leugnen, leugnen sie die Möglichkeit ihrer eigenen Erlangung der Buddhaschaft. (…) Andere wie auch immer zu diskriminieren bedeutet, sein eigenes Leben zu diskriminieren. (…) In einer streng diskriminierenden Gesellschaft ließ Shakyamuni es nicht zu, dass seine Handlungen durch Unterschiede in Klasse, Geschlecht, Geburt, Laientum oder Orden beeinflusst würden. Daher sahen konservative Elemente der Gesellschaft, die den Status quo erhalten wollten, in ihm eine gefährliche Person. (…) Egal ob Mann oder Frau: Ob jemand nobel oder gemein ist, hängt nur davon ab, was diese Person getan hat. Es sind die Taten und die Aufrichtigkeit einer Person, die zählen. Das ist Shakyamunis Geist. (…)

Das Lotos-Sutra lehrt, dass Männer und Frauen in ihrer Erleuchtung und in ihrer Ausübung gleich sind. (…) Das kommt einer Erklärung gleich, dass Männer und Frauen gleichermaßen qualifiziert sind, das Gesetz anstelle des Buddhas zu lehren. Im dreizehnten Kapitel des Lotos-Sutra verleiht Shakyamuni einer Menge von Frauen Prophezeiungen ihrer zukünftigen Erleuchtung. Und die Menschen, vor denen sich Bodhisattva Niemals Verachtend (jap. Fukyo) in seiner Verehrung für ihre innewohnende Buddhanatur mit den Worten verbeugt „Ich verehre Sie zutiefst, niemals würde ich es wagen, Sie mit Verachtung oder Arroganz zu behandeln“ (LS 20, 266f), umfassen männliche wie weibliche Laien, Priester wie Nonnen. Hier wird selbstverständlich vorausgesetzt, dass Frauen gleichermaßen die Buddhaschaft erlangen können. (…)

Statt einer Situation, in der das eine oder andere Geschlecht die Gesellschaft dominiert, wird es in Zukunft notwendig sein, eine völlig neue Zivilisation zu entwickeln, in der es Ausgeglichenheit und Harmonie zwischen den Geschlechtern gibt. (…) Es ist eine Tatsache, dass die Bilder von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“, die wir in unserem Bewusstsein haben, tief von kulturellen Traditionen beeinflusst sind, die sich über lange Zeiträume entwickelt haben. Und der Einfluss dieser Traditionen durchdringt jeden Aspekt des gesellschaftlichen Sozialethos, einschließlich der Sprache, der Religion, der Organisationsform, der Erziehung und der akademischen Welt. Es erscheint mir daher nicht so wichtig, dass die Gesellschaft ein bestimmtes Modell liefert, wie Männer und Frauen sich verhalten sollten. Zuerst sollten die Menschen hart daran arbeiten, als anständige menschliche Wesen zu leben und anderen gestatten, das selbe zu tun. (…)

Auch im Buddhismus gibt es verschiedene Erklärungen über die Rollen von Männern und Frauen. Aber diese sind natürlich eingefärbt von den Ansichten jener Männer und Frauen, die zu jener Zeit und in der Gesellschaft vorherrschten, in der diese Lehren verbreitet wurden. Man kann sie nicht als allgemein gültig ansehen. Wichtig ist, dass Männer und Frauen als menschliche Wesen glücklich werden. Glücklich zu werden ist das Ziel, alles andere ist ein Mittel. Jedes Mal, wenn jemand beschließt, wie die Menschen sein sollten, egal wie richtig der Gedanke erscheinen mag, frage ich mich was es nützt, wenn die Menschen bei Umsetzung desselben unglücklich werden. Es ist auch nicht möglich, dass ein Geschlecht auf Kosten des anderen glücklich wird. (…)

Vom Standpunkt der Ewigkeit des Lebens sind die Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht in Stein gemeißelt. Stattdessen können wir in einem Leben als Mann und im nächsten Leben als Frau geboren werden. Außerdem besitzen alle Menschen männliche und weibliche Seiten. (…) Das Drachenmädchen, der man praktisch keine Chance zur Erlangung der Buddhaschaft zusprach, weil sie eine Frau war, sehr jung war und den Körper eines Tieres hatte, war in Wirklichkeit die erste, die die Buddhaschaft in der gegenwärtigen Form erlangte. Das ist sehr bedeutsam. Die Erlangung der Buddhaschaft des Drachenmädchens in einer unterdrückerischen und diskriminierenden Gesellschaft kommt einer schallenden Erklärung der Menschenrechte gleich. (…)

Der grundlegende Punkt der „Frauenrechtserklärung“ im Lotos-Sutra ist der, dass jede Person das innewohnende Potential und das Recht besitzt, einen Lebenszustand des höchsten Glücks zu verwirklichen. Indem wir ein solches Glück verwirklichen, wird sichergestellt, dass diese edle Geschichte von Opfer und Kampf nicht vergeblich war. Sie hat zum Ziel, dass jede Person sich wie das Drachenmädchen auf eine Reise zur Erlangung des absoluten Glücks macht, während sie jenen, die auf der See des Leidens treiben, dabei hilft, das selbe zu tun – ohne dass irgendjemand dafür geopfert werden muss. „Alle Frauen haben das Recht, glücklich zu werden. Sie müssen unfehlbar glücklich werden.“ Das ist der Geist des Lotos-Sutras. (…) Das Land, in dem das Drachenmädchen die Erleuchtung erlangt und andere zum Glück führt, heißt Unbefleckte Welt, was sagen will: Wenn eine Frau die Erleuchtung erlangt, dann wird dadurch ihre Umgebung in eine Welt der Reinheit und Schönheit verwandelt. Eine Solidarität unter Frauen, die zur Hoheit ihres eigenen Lebens erwacht sind, wird zweifellos den Grundtenor eines Zeitalters und den Charakter einer Zivilisation verändern. Die Mitglieder der Frauenabteilung und der Jungen Frauen der Soka Gakkai sind bei der Entwicklung einer solchen Solidarität die Pionier*innen und ihr Kern. Sie sind unendlich verehrungswürdig. Sie sind wirklich unersetzliche Individuen, die auf die Erwartungen der Menschen weltweit eine Antwort geben können. Der indische Dichter Rabindranath Tagore (1861–1941) charakterisierte die moderne Zivilisation als eine von Männern dominierte „Zivilisation der Macht“ und sehnte sich nach der Entwicklung einer „Zivilisation des Geistes“, die durch die Bemühungen der Frauen entsteht und auf Mitgefühl beruht. (…)

In diesem Sinn enthält das Devadatta-Kapitel viele wichtige Anregungen, wie man das Mark und die Struktur der modernen Zivilisation verwandeln kann. Einfach gesagt ist es ein Wechsel von einer materiellen Zivilisation zu einer Zivilisation des Lebens und von einer Gesellschaft der Machtsteuerung zu einer Gesellschaft der Kooperation und des Mitgefühls. (…)

Mitfühlend alle lebenden Wesen wie die eigenen Kinder zu umfangen, das ist ein Lebenszustand, den zu erlangen sich alle Menschen, Männer wie Frauen, bemühen sollten. Darin liegt die wahre Bedeutung der Erleuchtung des Drachenmädchens für die Zivilisation und für unsere Zeit.


Auszüge aus: Dialoge über das Lotos-Sutra, Band 3.

Gongyo und Daimoku
Das Rezitieren des Daimoku, das heißt das Rezitieren von Nam-Myoho-Renge-Kyo, wird als die wesentliche Ausübung, und das Rezitieren des Hoben– und Juryo-Kapitels als ergänzende, unterstützende Ausübung bezeichnet.

 

Der 26. Hohe Priester Nichikan verglich die Beziehung zwischen der wesentlichen und der ergänzenden Ausübung mit der Beziehung zwischen Nahrung und Gewürzen: wenn wir Reis oder Nudeln, unsere Grundnahrungsmittel, essen, verwenden wir gewöhnlich Gewürze wie Salz oder Essig, um den Geschmack zu betonen. Das Glück, das man sich durch die wesentliche Ausübung erschafft, ist schier unermesslich. Wenn man zusätzlich das Hoben– und das Juryo-Kapitel rezitiert, wird die Wirkung der wesentlichen Ausübung noch verstärkt und zeigt sich schneller.

Grundsätzlich besteht unser tägliches Gebet darin, Daimoku zu rezitieren und ergänzend das Hoben– und Juryo-Kapitel zu lesen. Das Glück, das durch das Rezitieren des Daimoku entsteht, ist unermesslich und grenzenlos. Allein in dem einmaligen Aussprechen von
Nam-Myoho-Renge-Kyo liegt unendliche Kraft. Nichiren sagt: „Wenn Sie deshalb die Worte des Daimoku einmal rezitieren, rufen Sie damit die Buddhanatur aller Lebewesen herbei und sie sammelt sich um Sie herum.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, S. 164). Er sagt auch, dass das Glück, das durch einmaliges Aussprechen des Daimoku entsteht, dem des Lesens des gesamten Sutras gleich ist; wenn man zehnmal Daimoku rezitiert, entspricht das dem zehnmaligen Lesen des Sutras, hundert Daimoku entsprechen dem hundertmaligen Lesen des Sutras, tausend Daimoku entsprechen dem tausendmaligen Lesen des Sutras.

Deshalb ist es beispielsweise nicht unbedingt notwendig, das Sutra zu lesen, wenn man krank ist. Wenn man sich trotz Krankheit zwingt, ein vollständiges Gebet zu machen, kann sich der Zustand dadurch noch verschlechtern. Dadurch könnte uns die Freude am Glauben verloren gehen, und wir könnten uns im Gegenteil selbst schaden. Statt dessen ist es in solch einer Situation besser, einfach das Hoben-Kapitel und den Jigage-Teil des Juryo-Kapitels des Sutras zu lesen und Daimoku zu rezitieren oder sogar nur Daimoku zu rezitieren. Buddhismus ist Vernunft. Deshalb ist es wichtig, immer wieder eine weise Entscheidung zu treffen, um das tägliche Gebet jedes Mal mit Freude auszuführen. (…)

Die täglichen Gebete sind wie die Wurzeln, durch die ein Baum heranwachsen kann. Der Baum Ihres Lebens wird durch die Wirkung der wiederholten täglichen Gebete immer stärker und kräftiger. Möglicherweise kann man nicht von einem Tag zum anderen Veränderungen erkennen, aber die tägliche Nahrung einer beständigen Ausübung lässt das Leben eines Tages stark und ausladend werden wie ein großer Baum. Die beständige Ausübung führt zu einem Lebenszustand von absolut unzerstörbarem Glück. (…)

Einige von Ihnen werden sich sicherlich fragen, ob das Lesen von Teilen des Sutras, die man gar nicht versteht, überhaupt Nutzen bringen kann. Ich versichere Ihnen, dass durch diese Ausübung ganz bestimmt Glück entsteht. Nichiren sagt: „Ein Säugling kennt den Unterschied zwischen Feuer und Wasser nicht und kann Gift von Medizin nicht unterscheiden. Doch wenn er Milch saugt, wird er genährt und am Leben gehalten. Auch wenn jemand nicht so sehr in den [verschiedenen Sutras] bewandert ist […] – wenn man nur ein Schriftzeichen oder einen Satz des Lotos-Sutra hört, wird man unweigerlich die Buddhaschaft verwirklichen.“ (…)

Wenn wir mit suchendem Geist (jap. kyudo shin, wörtl. kyu = suchen, do = Weg, shin = Geist, Herz) die Bedeutung des Sutras auf der Grundlage unseres Gebetes studieren, gewinnen wir selbstverständlich mehr Vertrauen und vertiefen unseren Glauben. (…)

Wenn wir das Sutra und das Daimoku rezitieren, halten wir eine Zeremonie ab, in der wir den ursprünglichen Buddha und das höchste
Gesetz von Nam-Myoho-Renge-Kyo preisen. Man könnte sagen, dass unser Gebet ein Gedicht oder ein Lied höchsten Lobes für den Buddha und für Nam-Myoho-Renge-Kyo ist, das dem Universum zugrunde liegende Gesetz. Wenn wir beten, loben wir gleichzeitig das ewige Leben des Universums und die Buddhaschaft in unserem eigenen Leben. (…)

Wenn wir den Gohonzon verehren, öffnet sich auf der Stelle die Tür unseres Mikrokosmos zum Makrokosmos, und wir erleben ein erhabenes Gefühl großen Glücks – so als ob wir das ganze Universum überschauen könnten. Wir genießen ein Gefühl der Erfüllung und Freude und erfahren eine allumfassende Weisheit. Der Mikrokosmos verschmilzt mit dem Universum und beinhaltet es seinerseits.

Das Rezitieren des Sutras und des Daimoku ist eine „zeitlose Zeremonie“, die unser Leben von Grund auf erfrischt. Es ist daher wichtig, jeden Tag rhythmisch und klangvoll zu beten, so als ob ein weißes Pferd über den Himmel galoppierte. Ich hoffe, dass Sie so beten, dass sie danach körperlich und geistig entspannt und erfrischt sind.


Auszüge aus: Vorlesungen über das Lotos-Sutra

Über die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben
Was gibt dem Leben tiefen Sinn? Was bedeutet wahres Glück? Der Buddhismus Nichiren Daishonins ist eine Lehre der Hoffnung, mit der wir einen einzigartigen, unzerstörbaren Glückszustand in uns errichten, ein höchst wertvolles Leben führen und gleichzeitig anderen Menschen hierzu verhelfen können. Jeder hat das Potenzial, die Buddhaschaft zu verwirklichen. Doch damit nicht genug: Wir können diesen erhabenen Zustand erreichen so wie wir sind und gewiss sein, dies noch in diesem Leben zu schaffen! Voller Klarheit weist der Buddhismus Nichiren Daishonins uns diesen wunderbaren Weg zur Erleuchtung.

Die tiefgründige Lehre des Daishonins Über die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben war ein revolutionäres Konzept, welches das vorherrschende buddhistische Gedankengut sprichwörtlich auf den Kopf stellte. Heute ist es ein großartiges Prinzip mit dem kraftvollen Potenzial, unser Zeitalter grundlegend zu verändern und der modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts Perspektiven für eine hoffnungsvolle Zukunft zu eröffnen. (…)

Gleich im ersten Absatz von Über die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben spricht der Daishonin klar und umfassend die grundlegende Philosophie zur Errettung und für das Glück der Menschheit an, die das Kernstück seiner Lehre darstellt:

„Wenn Sie sich von den Leiden aus Geburt und Tod befreien wollen, die Sie seit der Zeit ohne Anfang erduldet haben, und in diesem Leben unfehlbar die unübertroffene Erleuchtung erreichen wollen, müssen Sie die mystische Wahrheit erkennen, die allen Lebewesen ursprünglich zu eigen ist. Diese Wahrheit ist Myoho-Renge-Kyo. Daher befähigt Sie das Rezitieren von Myoho-Renge-Kyo, die allem Leben innewohnende mystische Wahrheit zu erfassen.“ (SND-1, 3)

Über die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben ist eine wichtige Schrift, die die grundlegende Theorie und Praxis des Nichiren-Buddhismus erläutert. SGI-Mitglieder auf der ganzen Welt konnten ihr Verständnis der wesentlichen Lehren des Daishonins vertiefen, indem sie sich aufrichtig mit dieser Schrift als Leitfaden für Ausübung und Studium auseinandersetzten. Obwohl das Original nicht mehr existiert und weder das genaue Datum noch der Empfänger dieses Briefes bekannt sind, nimmt man an, dass er aus dem Jahr 1255 stammt und an Toki Jonin1 gerichtet war. Die Vermutung, er sei im Jahr 1255 verfasst worden – also kurz nachdem der Daishonin im Jahr 1253 öffentlich seine Lehre von Nam-Myoho-Renge-Kyo verkündet hatte – erscheint zutreffend, wenn man sich den Inhalt des Briefes vor Augen führt: Er erläutert die Bedeutung des Chantens von Daimoku für Theorie und Praxis.

Das Chanten von Daimoku, also das Rezitieren von Nam-Myoho-Renge-Kyo, stellt die Grundlage der Lehren des Daishonin und seines Lebenswerkes dar. Im Gegensatz zu den damals etablierten buddhistischen Schulen widmete sich der Buddhismus Nichiren Daishonins nicht der Anbetung einer bestimmten Gottheit oder eines Buddha. Das Ideal des Lotos-Sutra ist die Erleuchtung aller Menschen. Die Ausübung des Chantens von Nam-Myoho-Renge-Kyo ist das Mittel, das der Daishonin zur Erreichung dieses Ideals entwickelte. Das Chanten ermöglicht uns, die uns innewohnende Buddhanatur zu aktivieren und diese als Lebenszustand der Buddhaschaft auch nach außen hin sichtbar zu machen.

Das Daimoku im Buddhismus Nichiren Daishonins hat dabei zwei Aspekte: den Aspekt des Glaubens (Daimoku des Glaubens) und den der Ausübung (Daimoku der Ausübung). Daimoku des Glaubens bezieht sich auf den spirituellen Aspekt unserer Ausübung. Im Wesentlichen geht es dabei um die in unserem Herzen stattfindende Auseinandersetzung mit unseren Illusionen oder unserer Dunkelheit – um den Kampf gegen die negativen und zerstörerischen Kräfte in uns. Das bedeutet, die Finsternis zu durchbrechen, die unsere Buddhanatur umgibt, und mit der Kraft des Glaubens den Lebenszustand der Buddhaschaft hervorzubringen. Daimoku der Ausübung dagegen bezieht sich darauf, dass wir selbst Nam-Myoho-Renge-Kyo chanten und es gleichzeitig auch andere lehren. Hier geht es darum, sich als Beweis unseres spirituellen Kampfes gegen innere Illusionen und Negativität mit Worten und Taten um das eigene Glück und das Glück anderer zu bemühen.

Wenn wir Nam-Myoho-Renge-Kyo chanten, sprechen wir zum einen den Namen der Buddhanatur in unserem eigenen Leben und dem Leben der anderen Menschen aus; zum zweiten rufen wir diese Buddhanatur damit auch hervor. Wenn der Glaube unsere inneren Zweifel und Illusionen besiegt, tritt die Kraft unserer Buddhanatur durch den Klang unseres Daimoku aus dem Inneren an die Oberfläche und wird spontan in unserem Leben sichtbar2.

Der springende Punkt, der den Buddhismus des Daishonin von anderen buddhistischen Schulen der damaligen Zeit unterscheidet, ist die Einführung einer derart konkreten Ausübung, nämlich des Chantens, als Mittel zur Verwirklichung der Buddhaschaft. Von der erstmaligen Verkündung von Nam-Myoho-Renge-Kyo bis hin zu seinem Tod kämpfte der Daishonin voller Leiden – schaft dafür, die Menschen im ganzen Land diesen höchsten Weg der Erleuchtung zu lehren.

Gleich im ersten Absatz von Über die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben spricht der Daishonin klar und umfassend die grundlegende Philosophie zur Errettung und für das Glück der Menschheit an, die das Kernstück seiner Lehre darstellt. (…)

Zusammengefasst enthält [dieser Abschnitt] folgende Aussage: Wenn wir in uns die mystische Wahrheit zum Vorschein bringen, die allen Lebewesen zu eigen ist, können wir uns vom endlosen Leiden aus Geburt und Tod befreien. Der Name dieser mystischen Wahrheit ist Myoho-Renge-Kyo – und das Mittel, sie sichtbar werden zu lassen, ist das Chanten von Myoho-Renge-Kyo.

Wie Nichiren schreibt: „Und dennoch: Wenn Sie Myōhō-Renge-Kyō rezitieren und daran glauben, aber das Gesetz außerhalb Ihrer selbst wähnen, dann nehmen Sie nicht das Mystische Gesetz an, sondern eine unterlegene Lehre.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, Seite 3)

Das Konzept der Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben bezieht sich auf gewöhnliche Menschen, die innerhalb ihrer gegenwärtigen Existenz die Erleuchtung erlangen. In der Konsequenz heißt das außerdem, dass sie dies erreichen können so wie sie sind. Insofern ist Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben gleichbedeutend mit Verwirklichung der Buddhaschaft in der gegenwärtigen Form.

Diese Sichtweise steht in deutlichem Gegensatz zu den dem Lotos-Sutra vorausgehenden Lehren, wonach die Erleuchtung davon abhing, dass man sich zuvor zahllose Leben lang strengen Ausübungen gewidmet hatte. Der Lebenszustand der Buddhaschaft ist mit dem ewigen Mystischen Gesetz verschmolzen und durch unbegrenzte Weisheit sowie überfließendes Mitgefühl gekennzeichnet. Daher neigte man gemeinhin dazu, diesen Zustand als völlig getrennt und weit entfernt vom Leben gewöhnlicher Menschen zu betrachten, die ja in Illusionen gefangen waren. Um die Erleuchtung zu erlangen, so dachte man, müsse erst die tiefe Kluft zwischen dem geistigen Zustand eines Buddha und dem gewöhnlicher Menschen überwunden werden.

Der Buddhismus Nichiren Daishonins stellt klar, dass wir in unserer aktuellen Existenz, in die wir als Mensch hineingeboren wurden, das im Lotos-Sutra erläuterte Konzept der Verwirklichung der Buddhaschaft in der gegen wärtigen Form umsetzen können – d. h. die Buddhaschaft verwirklichen so wie wir sind. Das veranlasste den Daishonin, seine tiefgründige Lehre von der Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben zu erläutern. (…)

Warum misst der Daishonin dem jetzigen Leben der Menschen eine so große Bedeutung zu? Natürlich besitzen nicht nur die Menschen, sondern auch alle anderen Lebewesen die Buddhanatur und damit das Potenzial zur Verwirklichung der Buddhaschaft in der gegenwärtigen Form. Doch der Daishonin betont die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben so stark, weil er stets zuallererst das Glück der Menschen im Blick hat.

Das menschliche Herz ist empfindsam, vielfältig und reich, und es vermag Unglaubliches zu leisten. Doch aus genau diesem Grund quält uns oft auch großes Leid. Denn ebenso kann das menschliche Herz gefangen sein in einer Endlosschleife von Negativität und Abwärtsentwicklung.

In vielen seiner Schriften betont der Daishonin immer wieder, wie wichtig und entscheidend das Herz bzw. die Geisteshaltung eines Menschen ist. In dieser inneren Sphäre des Lebens liegt – immer wieder – das Potenzial für die dramatische Wende vom Bösen zum Guten oder umgekehrt. Darum können wir die vom Daishonin dargelegte Lehre der Erleuchtung als einen Prozess ansehen, der mit einem inneren Wandel beginnt. Durch die Kraft des Glaubens können wir die negativen Funktionen in unserem Leben besiegen, die bestimmt sind von der jedem menschlichen Herzen innewohnenden fundamentalen Dunkelheit, und die positiven Funktionen des Lebens zum Vorschein bringen, die der Dharmanatur entsprechen: unsere Buddhaschaft.

 

Teil 2

„Wenn Sie daher Myōhō und Renge rezitieren, müssen Sie den tiefen Glauben aufbringen, dass Myōhō-Renge-Kyō Ihr eigenes Leben ist.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, Seite 3)

„Entwickeln Sie tiefen Glauben und polieren Sie Ihren Spiegel fleißig bei Tag und bei Nacht. Wie Sie ihn polieren sollten? Nur durch das Rezitieren von Nam-Myōhō-Renge-Kyō.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, Seite 4)

In Über die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben erklärt der Daishonin ausführlich, dass wir die Erleuchtung ohne eine grundlegende Veränderung in der Tiefe unseres Lebens, d. h. ohne eine Veränderung in unserem Herzen und unserem Geist, nicht erlangen können.

Zunächst sagt er, dass die mystische Wahrheit, die in allen Lebewesen vorhanden ist, das Prinzip offenbart, „dass ein Lebensmoment und alle Phänomene sich gegenseitig umfassen.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, Seite 3) Demzufolge verkörpert unser Leben bzw. unser Herz in jedem Augenblick alle Phänomene und durchdringt diese gleichzeitig. Dieser Lebenszustand kommt einer Verschmelzung mit dem Universum gleich.

Außerdem warnt der Daishonin davor, das Mystische Gesetz außerhalb unserer selbst zu suchen; denn dann werden wir nicht die Erleuchtung erlangen, wie viel Daimoku wir auch chanten mögen. Im Gegenteil, unsere buddhistische Ausübung verkommt so „zu einer endlosen, schmerzhaften Selbstkasteiung.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, Seite 4) Er sagt in aller Klarheit: „Und dennoch: Wenn Sie Myōhō-Renge-Kyō rezitieren und daran glauben, aber das Gesetz außerhalb Ihrer selbst wähnen, dann nehmen Sie nicht das Mystische Gesetz an, sondern eine unterlegene Lehre.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, Seite 3)

Als nächstes möchte ich drei Aspekte herausstellen, die die Lehre des Daishonin von der Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben so bedeutsam machen.

  1. Indem der Daishonin mit der Einführung des Chantens von Daimoku allen Menschen den Weg zur Erleuchtung in diesem Leben weist, begründet er erstmals eine wirklich humanistische Lehre. Die Tatsache, dass allen Menschen der Weg zur Erleuchtung offen steht, könnte man gewissermaßen als Voraussetzung für eine wahrhaft humanistische Religion betrachten. Hier zeigt sich meines Erachtens der Stellenwert des Prinzips der Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben im religiösen bzw. philosophischen Zusammenhang.
  2. Mit seinem Weg zur Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben ermöglicht uns der Daishonin, die unbegrenzte Kraft des Mystischen Gesetzes zur Grundlage unseres Lebens zu machen – d. h. ein stabiles und sicheres Leben zu führen, das uns mit Vertrauen und dem Mut zur Eigenständigkeit ausstattet. Das ist die Bedeutung des Prinzips der Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben für den einzelnen Menschen.Im Buddhismus Nichiren Daishonins bedeutet die Verwirklichung der Erleuchtung nicht, sich auf eine unvorstellbar lange Reise zu begeben mit dem Ziel, ein prachtvoller, gottähnlicher Buddha zu werden. Es geht vielmehr darum, eine Wandlung in der Tiefe des eigenen Seins zu vollziehen. Diese revolutionäre Sichtweise von Erleuchtung veränderte die traditionelle Auffassung vom Sinn der buddhistischen Ausübung grundlegend.Die Glaubensausübung zielt also nicht darauf ab, irgendwann in der fernen Zukunft den höchsten Gipfel der Erleuchtung zu erklimmen. Stattdessen geht es um einen stetigen inneren Kampf zwischen zwei gegensätzlichen Lebensrichtungen, der sich jeden Augenblick neu entscheiden kann: Bringen wir die uns eigene Dharmanatur zum Vorschein, oder lassen wir uns von unserer fundamentalen Dunkelheit und unseren Illusionen beherrschen? Die unermüdliche Bemühung, unser Leben zu polieren, ist die Essenz der buddhistischen Ausübung.„Das Lotos-Sutra ist der König der Sutras, der unmittelbare Weg zur Erleuchtung. Denn es erklärt, dass das Wesen unseres Lebens, das in jedem Augenblick entweder Gutes oder Böses hervorbringt, tatsächlich das Wesen des Mystischen Gesetzes ist. Wenn Sie mit tiefem Glauben an dieses Prinzip Myōhō-Renge-Kyō rezitieren, werden Sie in diesem Leben ganz sicher die Buddhaschaft verwirklichen. Darum sagt dieses Sutra: „Deshalb soll [man] nach meinem Verlöschen dieses Sutra annehmen und beibehalten; dieser Mensch wird sicher und ohne Zweifel den Weg des Buddha erlangen! Zweifeln Sie nicht im Geringsten.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, Seite 5)
  3. Das Prinzip der Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben ist meines Erachtens so bedeutsam, weil es für die Menschen eine Quelle der Hoffnung ist. Es bahnt einer Veränderung des Schicksals der gesamten Menschheit den Weg. Das ist die ganzheitliche oder universelle Bedeutung dieses Prinzips. (…)

Wenn wir nicht die grundlegenden menschlichen Illusionen von Habgier, Ärger und Dummheit überwinden, werden wir die zahlreichen Probleme nicht lösen können, denen die Weltgemeinschaft sich heute stellen muss; dazu gehören Sorge um das Wirtschaftswachstum, eine inhumane Politik, internationale Konflikte, Kriege, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich und zunehmende Diskriminierung. Die Schlussfolgerung aus meinen Dialogen mit führenden Denkern ist, dass die einzig wahre Lösung für die Menschen darin liegt, sich selbst zu verändern; der einzige Ausweg ist tatsächlich die „menschliche Revolution“.

Wenn man sich als Mensch verändern will, gibt es nur einen einzigen Weg: die innere Dunkelheit zu besiegen und die seit Ewigkeiten vorhandene Unverletzlichkeit und Würde im eigenen Leben wieder zu entdecken.

Wenn wir diese edle Geisteshaltung kultivieren, die allen Menschen ursprünglich zueigen ist, wird sich das Schicksal der Menschheit unmittelbar verändern. In dieser Überzeugung setzen wir Mitglieder der SGI uns für die Schaffung eines weltumspannenden Netzwerks des Guten ein.

 

 

1Toki Jonin: ein Laienanhänger des Daishonin. Er lebte in Wakamiya im Katsushika-Bezirk der Provinz Shimosa (Teil der heutigen Präfektur Chiba) und war ein Gefolgsmann Graf Chibas. Er war Empfänger zahlreicher Briefe des Daishonin (darunter auch Das Objekt der Widmung zum Be trachten des eigenen Lebens) und bewahrte diese sorgfältig auf.

2Nichiren Daishonin sagt: „Wenn Sie deshalb die Worte des Daimoku einmal rezitieren, rufen Sie damit die Buddhanatur aller Lebewesen
herbei und sie sammelt sich um Sie herum. In diesem Moment werden die Drei Körper Ihrer eigenen inneren Dharmanatur hervorgeholt und zeigen sich: Dharmakörper, Belohnungskörper und Manifester Körper. Dies wird Verwirklichung der Buddhaschaft genannt. Zur Veranschaulichung: Wenn ein Vogel im Käfig singt, versammeln sich alsbald die vielen Vögel des Himmels um ihn herum. Und wenn der Vogel im Käfig das sieht, strengt er sich an, um herauszukommen.“ (Die Schriften Nichiren Daishonins, Band 1, Seite 164)


Auszüge aus Daisaku Ikedas Vorlesung zu Nichiren Daishonins Schrift Über die Verwirklichung der Buddhaschaft in diesem Leben

Was ist Liebe?

Buddhistische Antworten von SGI-Präsident Daisaku Ikeda auf Fragen der Jugend

Die Schmerzen der Liebe sind ebenso vielfältig wie verschieden. Jeder Mensch hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Persönlichkeit; jeder hat seine eigene Vergangenheit, ist anders aufgewachsen. Deshalb gibt es auch keine allgemein gültige Regel, die für die gesamte Menschheit zuträfe. (…) Für wen man sich entscheidet, hängt vom jeweiligen Charakter ab. Im Wesentlichen darf sich niemand in eure Privatangelegenheiten einmischen.

Als Mensch, der viele Jahre der Erfahrung hinter sich gebracht hat, möchte ich jedoch zu Anfangs betonen, wie wichtig es ist, sein Streben nach eigener Entwicklung nicht aus den Augen zu verlieren. (…)

Die Liebe sollte die Kraft sein, die euch hilft, euer Leben zu erweitern und euer ureigenes Potential mit frischer Vitalität und Dynamik hervorzubringen. Dies ist das Ideal der Liebe, aber wie schon das Sprichwort „Liebe macht blind“ sagt, verlieren die Menschen oft jede Objektivität, wenn sie sich verlieben.

Sollte die Beziehung, in der ihr seid, eure Eltern dazu veranlassen, sich zu sorgen, oder euch von euren Studien abhalten oder euch zu zerstörerischen Handlungen treiben, seid ihr und die Person mit der ihr zusammen seid, ein negativer Einfluss aufeinander und ein Hindernis füreinander. Keiner von euch wird glücklich werden, wenn ihr euch im Endeffekt gegenseitig verletzt. (…)

Wenn ihr das vernachlässigt, was ihr eigentlich tun solltet, eure Aufgabe im Leben der Beziehung wegen vergesst, seid ihr auf dem falschen Weg. In einer gesunden Beziehung ermutigen sich zwei Menschen gegenseitig, ihre jeweiligen Ziele zu verwirklichen, während sie ihre Hoffnungen und Träume miteinander teilen. Eine Beziehung sollte Quelle der Inspiration, der Belebung und der Hoffnung sein. (…)

Liebe ist eine komplexe Angelegenheit, die die Philosophie und die Einstellung zum Leben eines jeden Einzelnen widerspiegelt. Deswegen denke ich, dass man nicht unbedacht Beziehungen eingehen sollte. (…)

Trotzdem wird eine Beziehung, in der der Respekt fehlt, weder lange halten, noch werden diese zwei Menschen sich gegenseitig fördern, das Beste aus sich herauszuholen. (…)

Es ist gesünder von den Aspekten seines Partners zu lernen, die man bewundert und respektiert und sich um seine Entwicklung zu bemühen, als in vollkommener Verliebtheit eine Welt zu erschaffen, in der man nur zu zweit existiert. Der Autor des Buches „Der kleinen Prinz“, Antoine de Saint-Exupéry schrieb einst: „Liebe ist nicht, wenn zwei Menschen sich anstarren, sondern wenn zwei Menschen gemeinsam in die gleiche Richtung schauen“. Daraus folgt, dass eine Beziehung länger anhält, wenn beide Partner ähnliche Werte und Überzeugungen teilen. (…)

Wenn eine Beziehung zerbricht, scheint allzu oft die Leidenschaft, die sie einmal hervorbrachte wie eine Illusion. Was ihr euch durch das Lernen aneignet ist jedoch von größerer Dauerhaftigkeit. Es ist daher wichtig, eure intellektuelle Neugier stets zu fördern. (…)

Vieles im Alltag neigt dazu, langweilig und gewöhnlich zu sein. Es kann beschwerlich sein, sich Tag für Tag stetig zu bemühen. Es wird nicht immer Spaß machen. Wenn man sich dann verliebt, scheint alles aufregend und spannend, als würde man die Hauptrolle in einem Roman spielen.

Aber wenn ihr euch nur aus Langeweile verliebt, und ständig von eurem Weg, den ihr eigentlich gehen solltet abspringt, ist die Liebe nichts als eine Flucht. Was ihr da tut, ist ein Rückzug in eine Traumwelt, in dem Glauben, dass das, was unwirklich ist, die Wahrheit ist. Und selbst wenn ihre die Liebe als Flucht nutzt, wird die Euphorie nicht lange halten. Wenn überhaupt etwas übrigbleiben sollte, werden es wahrscheinlich mehr Probleme und Gefühle des Leids und der Traurigkeit sein. Wie sehr ihr es auch versucht, ihr könnt vor euch selbst nicht weglaufen. Wenn ihr schwach bleibt, wird das Leiden euch begleiten, wohin ihr auch geht. Ihr werdet keine Freude erfahren, wenn ihr euch nicht im Inneren ändert. Freude ist nichts, was euch ein anderer, auch kein Geliebter geben kann. Ihr müsst sie allein erschaffen. Und der einzige Weg dies zu tun, ist es, euren eigenen Charakter und eure Kapazität als Menschen zu entwickeln; euer Potential zu maximieren. Wenn ihr euer Wachstum und euer Talent um der Liebe willen opfert, werdet ihr absolut keinen Freude finden. Wahre Freude wird dadurch erreicht, dass man sein volles Potential erkennt. (…)

Ich möchte noch hinzufügen, dass es euch und euren Partnern gegenüber sehr respektlos ist, wenn ihr eine Beziehung beginnt, um vor etwa zu flüchten. (…)

Jeder von euch hat eine kostbare Aufgabe zu erfüllen, die nur er oder sie erfüllen kann. (…) Seine Aufgabe zu vernachlässigen und nur nach persönlichem Vergnügen zu suchen, ist ein Zeichen von Egoismus. Eine egoistische, selbstbezogene Person kann einen anderen Menschen gar nicht wirklich lieben.

Wenn ihr jemanden aufrichtig liebt, könnt ihr euch durch diese Beziehung zu einer Person entwickeln, deren Liebe die ganze Menschheit umfasst. Eine solche Beziehung stärkt, erhebt und bereichert eurer Leben vom Innersten. Schließlich sind die Beziehungen, die ihr entwickelt, eine Widerspiegelung eures inneren Lebenszustandes. Das gleiche gilt für Freundschaften. Genau in dem Maße, in dem ihr euch jetzt poliert, könnt ihr auf herzliche Beziehungen in der Zukunft hoffen.

 

Teil 2

Diese Liebe ist dann wie ein Auto ohne Bremsen. Selbst wenn man aussteigen will, ist es unmöglich. Selbst wenn man es bereut, eingestiegen zu sein, wird der Wagen nicht anhalten. In vielen Fällen gehen die Menschen Beziehungen ein und haben das Gefühl, frei und unabhängig zu sein, finden sich aber zu irgendeinem Zeitpunkt als Gefangene dieser Beziehung wieder.

Jeder von euch ist unendlich kostbar. Daher hoffe ich, dass ihr euch selbst die größtmögliche Achtung gewährt. Bitte wählt keinen Weg, der euch zum Leiden bringt, sondern wählt einen, der euch zum Wohlergehen führt.

Die Wahrheit ist, dass die ideale Liebe nur zwischen aufrichtigen, reifen, unabhängigen Menschen zustande kommen kann. Es ist daher wesentlich, dass ihr erst einmal daran arbeitet, euch zu entwickeln. (…)

Es ist erniedrigend, ständig nach der Billigung des Partners zu suchen. Einer solchen Beziehung fehlt wahre Fürsorge, Tiefe und sogar Liebe. Wenn ihr euch in einer Beziehung wiederfindet, in der ihr auf eine Art behandelt werdet, die euch nicht zusagt, dann habt ihr hoffentlich den Mut und die Würde, euch zu entschließen wegzugehen, statt in einer unglücklichen Beziehung zu verweilen – auch wenn ihr riskiert, verspottet zu werden.

Wahre Liebe zeigt sich nicht durch zwei Menschen, die aneinander kleben. Sie kann zwischen zwei Menschen entstehen, die sich ihrer eigenen Person sicher sind. Ein oberflächlicher Mensch wird oberflächliche Beziehungen führen. Wenn ihr wahre Liebe erfahren wollt, ist es wichtig, zuerst ernsthaft eine starke Persönlichkeit zu entwickeln. Wahre Liebe zeigt sich nicht darin, dass man alles tut, was der andere will oder eine Rolle spielt, die nicht die eigene ist. Wenn jemand euch wahrhaftig liebt, wird er oder sie euch nicht zu irgend etwas zwingen, was ihr nicht wollt, noch wird er oder sie euch in gefährliche Situationen verwickeln. (…)

Wenn ihr auf Ablehnung stoßt, habt bitte die Kraft und Überzeugung zu denken: „Es ist deren Schaden, wenn sie nicht anerkennen können, was für ein wundervoller Mensch ich bin!“ (…)

Bitte lasst euch durch ein gebrochenes Herz nicht entmutigen. Sagt euch, dass ihr nicht so schwach und zerbrechlich seid, als dass eine solche Kleinigkeit dazu imstande wäre, euch fertig zu machen. Ihr glaubt vielleicht, dass niemand mit der betreffenden Person vergleichbar ist, aber wie wird der Vergleich ausfallen mit den nächsten hundert, tausend, zehntausend Menschen, die ihr kennenlernt? Ihr könnt nicht mit Gewissheit verkünden, dass es niemanden geben wird, der diese Person bei weitem übertrifft. Während ihr euch entwickelt, ändert sich die Art der Betrachtung anderer Menschen ebenso.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von euch schon tief verletzt wurden. Vielleicht habt ihr das Gefühl, nicht weitermachen zu können, mit einem zerfetzten Selbstbewusstsein. Aber ihr dürft niemals glauben, wertlos zu sein. Es gibt keinen Ersatz für euch. Ihr seid wertvoller als alle gesammelten Schätze des Universums. (…)

Es ist wichtig für euch, dass ihr stark werdet. Denn wenn ihr stark seid, wird jedes Leid dienlich sein, und das was euch Leid verursacht, wird euer Leben reinigen.

Nur wenn ihr die Tiefen der schmerzlichen, zermürbenden Leiden erfahrt, könnt ihr anfangen, die wahre Bedeutung des Lebens zu verstehen. Gerade weil ihr großes Leid erfahren habt, ist es unbedingt erforderlich, dass ihr weiterlebt. Es ist wichtig, in Bewegung zu bleiben. Wenn ihr eure Traurigkeit als eine Quelle des Wachstums nutzt, werdet ihr eine tiefer fühlende und offenere Persönlichkeit werden – ein noch wundervolleres „Ich“.

 


Auszüge aus: Zukunft Leben

Was bedeutet Kosen-rufu?

Buddhistische Antworten von SGI-Präsident Daisaku Ikeda auf Fragen der Jugend

Die Verbreitung des Mystischen Gesetzes von einer Person zur nächsten ist Kosen-rufu. Genauso die Verbreitung von 10.000 zu 50.000. Aber bei Kosen-rufu geht es nicht um Zahlen; es ist ein Prozess, ein ewiger Fluss. Kosen-rufu ist nichts, was zu einem bestimmten Zeitpunkt aufhört. Wir werden uns nicht eines Tages hinsetzen und sagen: „Nun ja, jetzt ist Kosen-rufu beendet.“ Es würde nicht nur den spirituellen Tod bedeuten, wir würden auch unsere Motivation zur menschlichen Revolution verlieren. Kosen-rufu ist unendlich. Obwohl wir versuchen können, es zu beschreiben, indem wir bestimmte Bedingungen definieren, die erfüllt werden müssen, hat Kosen-rufu in Wahrheit keine gesetzte Form. (…)

‘Kosen’ bedeutet ‘weit verkünden’. ‘Weit’ impliziert, zur Welt frei herauszusprechen, mit einem immer größeren und immer weiteren Spektrum von Leuten. ‘Verkünden’ bedeutet, die eigenen Ideale, Prinzipien und die eigene Philosophie kundzugeben. Das ‘Ru’ von ‘rufu’ bedeutet fließen, ‘ein Strom wie der eines großen Flusses’ und ‘fu’ bedeutet, ‘sich ausbreiten, wie ein ausgerolltes Tuch’.

Die Lehre des Mystischen Gesetzes hat nichts mit dem Auftreten, der äußeren Form oder Stolz zu tun. Es fließt frei zu allen Menschen auf der ganzen Welt. Wie ein sich entfaltendes Tuch breitet es sich aus und bedeckt jeden. Also bedeutet ‘rufu’ , frei fließend, alle erreichend. Wie ein Tuch, wird auch Kosen-rufu mit vertikalen und horizontalen Fäden gewebt. Die vertikalen Fäden repräsentieren das Weitergeben der Lehren Nichiren Daishonins vom Meister zum Schüler, von den Eltern zum Kind, von älteren zu jüngeren Mitgliedern. Die horizontalen Fäden repräsentieren die unvoreingenommene Verbreitung dieser Lehren, nationale Grenzen, soziale Klassen und alle anderen Unterscheidungen überschreitend. Einfach gesagt, ist Kosen-rufu die Bewegung, allen Menschen, aller Klassen und Nationen, durch die korrekte Philosophie und Lehre Nichiren Daishonins, den grundlegenden Weg zum Glück hin und das höchste Prinzip von Frieden, mitzuteilen. (…)

Zum Beispiel glaubt jeder Verkäufer sein Produkt – sei es ein Fernseher, Schnellgerichte oder frisches Gemüse – sei das beste und bemüht sich, dass möglichst viele Menschen darüber Bescheid wissen und es kaufen. Dies ist in gewissem Sinne ein Beispiel für die weite Verbreitung (Kosen-rufu) des eigenen Glaubens. Schulverwalter glauben, ihre erzieherische Institution repräsentiere die besten Methoden und brächte Schüler von höchster Qualität hervor, und sie möchten, dass so viele Menschen wie möglich davon erfahren. Ihre Aktivitäten, die Schule zu fördern, konstituieren auch die weite Verbreitung ihres Glaubens. (…)

Wir können nicht alleine leben, isoliert von unseren Mitmenschen. Im Japanischen wird das Wort ‘Mensch’ (jap. ningen) mit zwei chinesischen Schriftzeichen geschrieben, die, wenn sie kombiniert werden, ‘zwischen Leuten’ bedeutet. Es sind unsere Interaktionen mit anderen, durch die wir unser Leben polieren und als Menschen wachsen. Daher ist es nur natürlich, dass wir versuchen sollten, das Verständnis von der Philosophie, das Ideal von dem wir glauben, das korrekteste und gültigste zu sein, mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen und es zu fördern. Es ist unsere Pflicht und auch unser Recht. Es ist die Natur der Tiere, Essen nur für sich zu sammeln. Wenn wir die Mittel, die wir gefunden haben, mit denen wir das Glück erreichen können nur für uns behielten und sie nicht mit anderen teilten, würde dies bedeuten, dass wir den Zuständen von Animalität (Selbstsucht) oder Hunger (Gier) erlegen sind. Der Wunsch, die Wahrheit mit anderen zu teilen, die Mittel, um glücklich zu werden mit anderen zu teilen, ist das Kennzeichen der Philosophie, der Erziehung, der Kultur und des Buddhismus. (…)

Kosen-rufu bedeutet, mit unseren Mitmenschen durch Herz zu Herz Dialoge und Freundschaft verbunden zu sein, gemeinsam mit ihnen danach zu streben, den Weg zu finden, um bessere und glücklichere Menschen zu werden. Dieses Bündnis von Individuen, die zusammen für das Glück aller arbeiten, bildet Kosen-rufu.

 


Auszüge aus: Zukunft Leben

Menschliche Revolution

Buddhistische Antworten von SGI-Präsident Daisaku Ikeda auf Fragen der Jugend

„Die große menschliche Revolution bereits eines einzelnen Menschen wird dazu beitragen, das Schicksal eines Landes zu verändern und darüber hinaus den Wandel des Schicksals der gesamten Menschheit ermöglichen.“

Die menschliche Revolution ist nichts außerordentliches oder von unseren täglichen Leben getrenntes. Lasst mich euch einige bekannte Beispiele geben.

Sagen wir mal, da gibt es einen jungen Knaben, der seine ganze Zeit damit verbringt, zu spielen statt zu lernen. Eines Tages entschließt er sich dazu, sich darum zu bemühen, seine zukünftigen Chancen im Leben zu verbessern, und er beginnt, seine Studien ernst zu nehmen. Das ist menschliche Revolution. (…)

Oder es gibt einen Vater, der nur an seine kleine Welt denkt – an sich, seine Familie und seine Freunde. Dann entscheidet er sich eines Tages dazu, seine engen Grenzen ein wenig zu erweitern und eine helfende Hand jenen hinzuhalten, die krank sind oder leiden, ernsthaft darüber nachdenkend, was er tun kann, um zu helfen, damit sie Freude im Leben finden können. Das Ergebnis ist, dass er anfängt, an Aktivitäten teilzunehmen, die solchen Zwecken dienen. Das ist menschliche Revolution.

Mit anderen Worten bezieht sich die menschliche Revolution darauf, seinen Blick über das eigene eingeschränkte gewöhnliche Alltagsleben zu erheben und danach zu streben, sich dafür einzusetzen, etwas Erhabeneres, Tiefgründigeres, Allumfassenderes zu erreichen. (…)

Werdet ihr einen Schritt nach vorn gehen oder seid ihr damit zufrieden, wo ihr jetzt steht? Alles in eurem Leben wird durch diese Entscheidung bestimmt. (…)

Die Zeiten, in denen wir die intensivsten Leiden, unerträgliche Qual und scheinbar unüberwindbar festgefahrene Situationen erfahren, sind tatsächlich großartige Möglichkeiten, um unsere menschliche Revolution voran zu treiben. Wenn ihr die Art von Person seid, die dazu neigt, Vorsätze schnell dahin zu schmelzen zu lassen, wenn ihr es schwierig findet, eure Ziele zu verfolgen, dann erneuert einfach euren Entschluss jedes Mal dann, wenn ihr das Gefühl habt, abzudriften. Wenn ihr mutig weiterkämpft, mit Nachdruck vorwärts geht, ungeachtet der Rückschläge und Enttäuschungen, stets mit dem Gedanken behaftet: „Dieses Mal schaffe ich es! Dieses mal siege ich!“, dann werdet ihr letzten Endes eure menschliche Revolution ohne Zweifel vollenden. (…)

Das Leben ist eine komplizierte Sache. Wir werden durch die verschiedensten Faktoren bestimmt – unsere Persönlichkeit, unsere Gewohnheiten, unser Karma, unseren familiären Hintergrund. Es ist sehr schwierig, sich von diesen Faktoren oder Einflüssen frei zu machen, Sie sind alle miteinander verflochten und verknüpft.

Das Leben saust vorbei. Viele verbringen ihre Tage damit, geschäftig herum zu rennen, vollgesogen mit kleinen trivialen Sorgen und oberflächlichen Bedenken. Viele kommen nicht über die sechs niederen Pfade hinaus – die Welten von Hölle, Hunger, Animalität, Ärger, Ruhe und Entzücken. Wie auch immer, wenn wir uns vornehmen, diese niederen Lebenszustände zu durchbrechen und die Zustände von Bodhisatwa und Buddhaschaft zu erreichen, indem wir größeres Mitgefühl in unserem täglichen Handeln und Benehmen zeigen, dann unternehmen wir eine ‘Handlungs’-Revolution – menschliche Revolution. (…)

Es gibt viele Arten von Revolutionen: politische, wirtschaftliche, industrielle, wissenschaftliche, künstlerische, Verteilungsrevolutionen, kommunikative Revolutionen und viele mehr. Jede hat ihre eigene Bedeutung und oft ihre Notwendigkeit. Aber egal was man verändert, die Welt wird sich nicht bessern, solange die Menschen selbst – die leitende Kraft und der weisende Anstoß hinter allen Bemühungen – selbstsüchtig und ohne Mitgefühl bleiben. In dieser Hinsicht ist die menschliche Revolution die fundamentalste von allen, und gleichzeitig ist sie die, die für die Revolution der Menschheit am nötigsten ist. (…)

Das Wort ‘Revolution’ bedeutet ‘Umsturz’. Revolution bedeutet eine plötzliche und dramatische Veränderung. Allmähliche Veränderung über die Jahre, in denen wir wachsen und reifen, ist Teil des natürlichen Prozesses im Leben. Aber die menschliche Revolution ereignet sich, wenn wir die normale Wachstumsgeschwindigkeit überschreiten und eine rapide Veränderung zum Besseren hin erleben. Der Prozess der menschlichen Revolution ist eine Verbesserung, die durch Stetigkeit gekennzeichnet ist und uns befähigt, uns unser Leben lang und durch alle Ewigkeit hindurch zu wachsen und uns zu entwickeln. Wir werden auf unserer Reise in die Selbstvervollkommnung niemals an Grenzen stoßen oder einen toten Punkt erreichen. Glaube ist der Motor, die treibende Kraft für unsere stetige menschliche Revolution. (…)

Es wurden von alters her unzählige solcher Bücher geschrieben, genauso Bücher, die dazu konzipiert waren, zur Selbstverbesserung und Selbstvervollkommnung zu inspirieren. Wenn die menschliche Revolution durch das Lesen allein bewerkstelligt werden könnte, wenn wir unser Karma durch die Kraft von Worten allein ändern könnten, wäre es tatsächlich ein leichtes Vorhaben.

Die SGI verfolgt keine abstrakte intellektuelle Doktrin, aber eine komplette und tatsächliche menschliche Revolution – eine Revolution, in der Menschen ihre grundlegendsten Einstellungen und Denkweisen ändern und ihr Denken, ihre Handlungen und ihr Leben auf das höchste Gut hin ausrichten. Diese Revolution findet im wesentlichen dann statt, wenn unser Leben im Buddhazustand ist. Wenn wir unser Leben mit dem erleuchteten Leben des Buddhas vereinen, können wir die innewohnende Kraft anzapfen, um uns in einer grundlegenden Weise zu ändern. (…)

Menschen haben die einzigartige Kapazität, nach Selbstvervollkommnung und persönlicher Entwicklung zu streben. Wir können uns eine Richtungsänderung unseres Lebens vorstellen, anstatt uns nur treiben zu lassen. Wenn Menschen davon sprechen, erfolgreich zu sein, meinen sie meistens Status und Prestige in der Gesellschaft zu erlangen. Aber unsere menschliche Revolution zu vollziehen, ist eine viel tiefgründigere Bestrebung, denn sie beinhaltet, unser Leben von innen her zu verändern und zu erheben. Die erzielte Umformung ist ewig und viel, viel wertvoller und kostbarer als sozialer Status oder Prestige. Ein Mensch ist ein Mensch. Niemand ist übermenschlich. Deswegen ist es das Wichtigste, einfach der beste Mensch zu werden, der ihr sein könnt. Wie sehr ihr euch auch mit Ruhm, gesellschaftlichem Rang, akademischer Bedeutung, Wissen oder Reichtum schmückt, wenn ihr innerlich verarmt oder bankrott seid, wird euer Leben fruchtlos und leer sein. Was für eine Person seid ihr, wenn ihr all dieser Äußerlichkeiten beraubt werdet, wenn ihr ungeschminkt dasteht, mit nichts als eurer eigenen Menschlichkeit? Die menschliche Revolution ist die Herausforderung, unser Leben am Kern selbst zu verändern.

 


Auszüge aus: Zukunft Leben

Mahayana-Buddhismus und die Zivilisation des 21. Jahrhunderts (Video und Text)
Vortrag von SGI-Präsident Daisaku Ikeda, gehalten am 24. September 1993 an der Harvard Universität, Boston, USA.

 

Video (Länge: 17:54 Minuten; Sprache: japanisch mit englischen oder deutschen Untertiteln)

Text (deutsche Übersetzung des Vortrags)

 

 

 

Hommage an das Sagarmatha des Humanismus: Die lebenden Lektionen des Gautama Buddha (Video und Text)
 

Vortrag von SGI-Präsident Daisaku Ikeda, gehalten am 2. November 1995 an der Tribhuvan Universität, Kathmandu, Nepal.

 

Video (Länge: 17:20 Minuten; Sprache: japanisch mit englischen oder deutschen Untertiteln)

Text (deutsche Übersetzung des Vortrags)