Friedensarbeit

Friedensforschnung und Friedensinitiativen der SGI-Institutionen und SGI-Landesorganisationen

Seit ihrer Gründung bemüht sich die Soka Gakkai darum, zu einer globalen Kultur des Friedens beizutragen. So konzipierte sie mehrere große Ausstellungen, die international zu sehen waren. Sie informierten zehntausende von Menschen über die Gefahr der Atomwaffen, die internationale Menschenrechtslage, Fragen des Umweltschutzes oder über die Zukunftsträume von Kindern. Auch eine direkte humanitäre Hilfe wird praktiziert, zum Beispiel durch Spenden an das UNO-Flüchtlingshilfswerk oder durch Katastrophenhilfe in Asien.

Institute zur Friedensforschung

Ikeda Zentrum für Frieden, Lernen und Dialog
Ikeda Zentrum für Frieden, Lernen und Dialog

1993 gründete SGI-Präsident Daisaku Ikeda das "Boston Forschungsinstitut für das 21. Jahrhundert", heute "Ikeda Zentrum für Frieden, Lernen und Dialog", und 1996 das "Toda Institut für globale Friedens- und Politikforschung".

SGI-Präsident Daisaku Ikeda publiziert seit 1983 jährlich zum 26. Januar, dem Gründungstag der SGI, einen umfassenden Friedensvorschlag. Darin analysiert er die aktuelle Lage der Welt aus humanistischer wie aus spiritueller Sicht und schlägt konkrete Maßnahmen zur Lösung brennender Probleme wie der globalen Abrüstung oder dem Umweltschutz vor.

Friedensinitiativen der SGI-Länderorganisationen

Neben den SGI-Instituten zur Friedensforschung und SGI-Präsident Ikeda führen auch die SGI-Organisationen in den verschiedenen Ländern in eigener Initiative Aktivitäten zur Friedensförderung durch. Nachfolgend werden einige Initiativen vorgestellt, die in den Vereinigten Staaten und Deutschland durchgeführt wurden:

In den USA initiierten Mitglieder der SGI 1999 die Jugendinitiative "Victory over Violence" ("Gewalt überwinden").

Victory over Violence - Ausstellung
Victory over Violence - Ausstellung, Merced College, California, USA, 28.-30.4.2009

Landesweit unterzeichneten mehr als hunderttausend US-amerikanische Jugendliche einen Vertrag, in dem sie sich zu einem gewaltfreien Leben verpflichteten. In den begleitenden über fünftausend Diskussionsrunden konnten die Jugendlichen sich über persönliche Gewalterfahrungen in Schule und Familie austauschen und gemeinsam nach gewaltfreien Lösungen suchen.

In Kooperation mit UNESCO und UNICEF präsentierte die SGI-D in verschiedenen Städten Deutschlands Kinderbilder-Ausstellungen. Die Idee dazu wurde vor einigen Jahren von SGI-Präsident Daisaku Ikeda ins Leben gerufen. Im Rahmen von Wanderausstellungen, die bisher in rund dreißig Ländern zu sehen waren, haben Fünf- bis Fünfzehnjährige aus aller Welt ihre Wünsche, Hoffnungen und Visionen zu Papier gebracht und an die Zukunft übermittelt. An jedem Ort, an dem die Ausstellung stattfindet, organisieren Mitglieder der SGI in Kindertagesstätten, Kinderläden und Schulen Malaufrufe und kümmern sich um Veranstaltungsort, Ausstellungsaufbau und -betreuung.

"Brücken der Hoffnung" ist der Titel einer Reihe von Vorträgen und Veranstaltungen, die von der SGI-D in Hamburg und Umgebung angeboten werden und dem Frieden und den Menschenrechten gewidmet sind.

Brücken der Hoffnung - Dialog der Kulturen
Veranstaltung „Dialog der Kulturen“ im September 2002 im Audimax der Universität Hamburg

Themen waren unter anderem "Kinderrechte - Menschenpflicht", eine Veranstaltung mit Irmgard von Lehsten von UNICEF oder "Die Ursachen von Gewalt" mit dem Friedensforscher Professor Johan Galtung. Zum Programm von "Brücken der Hoffnung" gehört auch die regelmäßige Bürgerfunk-Radiosendung "Zukunft Leben - Buddhismus im Alltag". Basierend auf der humanistischen Sichtweise der buddhistischen Philosophie geht es in den Sendungen um Themen wie Verantwortung, Toleranz, Globalisierung oder Menschenrechte.

Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen

Die SGI arbeitet mit den Vereinten Nationen auf vielen Ebenen zusammen, um einen internationalen und interkulturellen Austausch zu fördern. 1983 wurde SGI-Präsident Daisaku Ikeda für die Friedensarbeit der SGI mit dem Friedenspreis der Vereinten Nationen ausgezeichnet.

Flagge der Vereinten Nationen
Flagge der Vereinten Nationen

Die SGI ist offiziell als Nichtregierungsorganisation bei verschiedenen Institutionen der Vereinten Nationen registriert, so beim Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC), bei der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und bei der Abteilung für Presse und Information (UNDPI). Dies ermöglicht ihr, sich bei den Vereinten Nationen zu Wort zu melden und Gehör zu finden. Vor allem mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) verbindet die SGI eine langjährige, aktive Zusammenarbeit. Häufig unterstützt die SGI die Flüchtlingsarbeit durch Aktionen und Spenden. In New York, Genf und Wien unterhält die SGI Büros, die der Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen dienen.

Die SGI hat Programme ins Leben gerufen, um die "Internationale UN-Dekade für eine Kultur der Gewaltfreiheit und des Friedens für die Kinder der Welt" (2001-2010) zu unterstützen. Sie hilft bei der Realisierung des "Weltprogramms für Menschenrechtsbildung", das bis 2015 läuft. Aktiv unterstützt sie durch Seminare, Ausstellungen und Projekte die "UN-Weltdekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005 bis 2014).

 

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